Grüne Branche

BdB fordert Pflicht zu „Grün am Bau“

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Öffentliche und private Bauherren sollen künftig im Zuge ihrer Bauvorhaben zu „Grün am Bau“ verpflichtet werden. Das fordert der Bund deutscher Baumschulen (BdB). Ziel ist, der grünen Infrastruktur gegenüber dem Grau von Straßen und Gebäuden mehr Bedeutung einzuräumen.

Der BdB fordert bei sämtlichen Baumaßnahmen mehr Grün. Foto: BdB

Bei Baumaßnahmen „Grün“ mitdenken

„Wenn der Bund durch die Schaffung einer sogenannten grünen Infrastruktur die Bedeutung der Pflanzen und Grünanlagen für die Menschen und die Wirtschaft in unserem Land stärken und hervorheben will, dann muss sich diese Politik auch in der Verpflichtung wiederfinden, bei sämtlichen Baumaßnahmen ‚Grün‘ mitzudenken“, unterstrich BdB-Präsident Helmut Selders jetzt auf der Sommertagung des Verbandes.

„Dadurch kann auch der vielbeschworene Gegensatz von Flächenverdichtung und Grünflächen in urbanen Räumen aufgehoben werden. Die grüne Infrastruktur wird dadurch ein bedeutender Teil neben der grauen Infrastruktur aus Straßen und Gebäuden“, so Selders weiter. Zur Umsetzung fordert der BdB eine gesetzliche Verpflichtung, fünf Prozent der Bausumme in Grünanlagen zu investieren.

Pflanzengesundheit, Ausbildungsoffensive & Co.

Weitere Themen auf der Sommertagung des BdB, zu der der Landesverband Bayern vom 8. bis 11. Juli nach Garmisch-Partenkirchen geladen hatte, waren die Pflanzengesundheit, die Ausbildungsoffensive „Zukunft Grün“, das Bundesnaturschutzgesetz sowie die Debatte um die Entwicklung eines Leitbildes für den Berufsstand.

Neben den Präsidiums-, Verwaltungsrats- und Hauptausschusssitzungen fand auf der diesjährigen Sommertagung traditionsgemäß auch wieder die Veranstaltung „Der BdB informiert“ statt. Schwerpunkt war der Bericht des Präsidenten sowie ein strategischer Ausblick des Hauptgeschäftsführers auf die kommenden fünf Jahre.