Grüne Branche

BdB Landesverband gibt Empfehlung für einheitliche Ausbildungsvergütung

Zwar kein Tarifvertrag, aber zumindest eine Empfehlung: Der BdB Landesverband Bayern hat eine Empfehlung zu einer einheitlichen Ausbildungsvergütung an die Betriebe abgegeben. So soll eine Diskrepanz in der Vergütung für Auszubildende ausgeschlossen werden.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Der Bdb Landesverband Bayern möchte eine einheitliche Entlohung für Baumschul-Azubis. Foto: BdB

„Die Ausbildung muss für junge Menschen interessant bleiben. Deshalb war es uns wichtig, eine Orientierungshilfe für eine zeitgemäße Ausbildungsvergütung an die Betriebe abzugeben“, sagte  Michael Kutter, Vorsitzender des BdB Landesverbandes Bayern. Leider sei es dem Landesverband über Jahre hinweg nicht gelungen, einen aktuell gültigen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft zu schließen.

Baumschul-Lehrlinge starten mit 515 Euro im Monat
Demnach bekommen Lehrlinge mit unverkürzter Ausbildungszeit, die noch nicht 18 Jahre alt sind, 515 Euro pro Monat im ersten, 550 Euro im zweiten und 620 Euro im dritten Lehrjahr. Alle Lehrlinge, die das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, bekommen im Vergleich bei gleicher Staffelung jeweils 100 Euro mehr pro Monat.

Bei verkürzter Lehrzeit entfällt der Sprung vom ersten auf das zweite Jahr. Lehrlinge unter 18 Jahren bekommen also 515 Euro beziehungsweise 620 Euro. Über 18-Jährige verdienen 100 Euro mehr pro Monat.

Wie aus einer Mitteilung des Verbands hervorgeht, geht die Initiative auf den Vorsitzenden des Ausbildungsausschusses Alex Bösel zurück. Der BdB Landesvorstand Bayern hat die Empfehlung akzeptiert, in der Erwartung, dass ab sofort alle laufenden und künftigen Ausbildungsverträge angepasst werden. (cm)