Grüne Branche

BdB Landesverband Sachsen: Ausbildungskampagne gestartet

Reich gesegnet mit Nachwuchs ist die grüne Branche schon länger nicht mehr. Dieses Dilemma betrifft massiv auch die Baumschulen. Für den Landesverband Sachsen im Bund deutscher Baumschulen (BdB) war das Anlass, eine Ausbildungswerbung zu starten. Den Inhalt stellte in Dippoldiswalde die Geschäftsführerin der Baumschule Leipzig-Holzhausen, Ellen Köhler, im Namen der Arbeitsgruppe „Jungunternehmer“ vor. 

Wolfgang Müller, Vorsitzender des BdB-LV Sachsen, gratuliert Ellen Köhler, Geschäftsführerin der Baumschule Leipzig-Holzhausen, zum Geburtstag. Fotos: Dietrich Baumann

In einer Powerpoint-Präsentation werden mit vielen Details die Inhalte des Berufes, der für Männer ebenso interessant sein kann wie für Frauen, und beispielsweise die vielseitigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten nach der Lehre vorgestellt.

„Wir müssen in den Schulen auftreten“, betonte Köhler – Schulklassen einladen und vor allem zu den Zeitpunkten tätig werden, in denen die Erstbewerbungen der Abschlussklassen liegen. Im gleichen Atemzug nannte sie Berufspraktika in den Baumschulen (Schnupperwochen) oder den Girls/Boy-Tag. Besonders wichtig wären natürlich auch Gespräche mit den Ausbildungsberatern in den Arbeitsagenturen oder der Auftritt bei Berufsbildungsmessen. Hier wäre auch das Auslegen von Informationsmaterial der Verbände, wie des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) oder des BdB, angesagt. Köhler verwies auch auf besondere Werbemöglichkeiten wie den Tag des Baumes/Waldes oder den Tag der offenen Tür in der Gärtnerei. Hier könnten natürlich auch ganze Schulklassen eingeladen werden. Sie halte es durchaus für möglich, auch schon in Kindergärten für den Beruf zu werben.

Die Powerpoint-Präsentation ist eine bildhafte Aneinanderreihung von Infos und Attraktionen zum Baumschulgewerbe, die sich in sieben Bereiche gliedert. Da werden bildliche Fragen gestellt und Antworten gegeben, wie beispielsweise „Wie alt ist der älteste Baum?“ „Wie hoch ist der höchste Baum?“, „Wie viele Menschen versorgt eine Buche pro Tag mit Sauerstoff?“, „Über wie viel Kilometer Versorgungsleitung verfügt eine Buche?“ Dargestellt werden im Detail die Ausbildungswege, die Adressen der Baumschulbetriebe oder die Möglichkeiten einer zeitweiligen Arbeit im Ausland. Die Vorstellung des Berufes ist interessant, lustig und bildend. Und wenn es am Ende heißt: Zuerst stirbt der Baum und dann der Mensch, dann ist schon Nachdenken angesagt. (bau)