Grüne Branche

BdB-Landesverband Schleswig-Holstein blickt zurück auf 100 Jahre

Mit viel Prominenz aus Politik, Verwaltung und der Branche beging der Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) am vergangenen Samstag die Feier zu seinem 100-jährigen Bestehen in der festlich geschmückten Versandhalle der Baumschule Plantleben Stoldt GmbH in Rellingen. Bei einem so stolzen Alter einer berufsständischen Vertretung ist der Rückblick auf die Anfänge Pflicht. Verbandspräsident Claus-Dieter Stoldt zitierte vor den gut 250 Anwesenden denn auch aus dem Gründungsprotokoll. Die zentrale Aufgabe des Verbandes war seinerzeit die "Beseitigung der Schmutzkonkurrenz und gegenseitiger Preistreiberei". Ein Thema, das auch heute noch Relevanz hat, wenn vielleicht auch in anderer Formulierung. Weitere Themen, mit denen sich gegenwärtig die Verbandsaktiven befassen, sind unter anderem: Osterweiterung, Umweltauflagen, Abschottung gegenüber Berufskollegen (Stichwort autochthon), die Mehrwertsteuerfrage sowie der Siedlungsdruck in der Region. Mehr Grünanlagen in den Städten würden auch den Klimawandel auffangen. Für diese Ansicht erhielt Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Christian von Bötticher Beifall von den Anwesenden. Einen recht nachdenklichen Festvortrag zu "100 Jahre BdB-Landesverband Schleswig-Holstein" hielt der Ehrenpräsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Karl Zwermann. Er würdigte eingangs das Engagement der Ehrenamtlichen. Als Zierpflanzenbauer habe er, Zwermann, schon immer die Baumschuler um ihr wirkungsvolles Marketing, das Qualitätszeichen Deutsche Markenbaumschule und die selbst auferlegte Kontrolle der Einhaltung beneidet. Qualität habe sich schon immer ausgezahlt, und mit Qualität werden die Gärtner und Baumschuler auch die nächsten 100 Jahre überstehen.