Grüne Branche

BdB: Nationale Strategie für grüne Stadtentwicklung ist „dringender denn je“

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) hat jetzt seine Forderung nach der Entwicklung und Umsetzung einer Nationalen Strategie für grüne Stadtentwicklung wiederholt. Anlass sind die sich verändernden politischen Mehrheitsverhältnisse nach der Bundestagswahl 2013, so der BdB. 

Bäume in Städten wirken als „urbane Klimaanlage“. Foto: BdB

Ziel der Nationalen Strategie ist, eine effiziente und effektive Vernetzung zwischen allen am Erhalt und der Weiterentwicklung einer grünen Infrastruktur in den Städten Beteiligten zu erreichen. „Die Umsetzung einer solchen Strategie erscheint dringender denn je und sollte im politischen Berlin auf die Agenda der kommenden Legislaturperiode gesetzt werden“, sagt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl.

Aktuelle Forschungsergebnisse, darunter ein Bericht des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung vom 23. Oktober 2013, würden zeigen, dass sich Städte stärker aufheizen als die sie umgebenden ländlichen Regionen. Bei dem zu erwartenden Klimawandel führe dies laut BdB zu einem steigenden gesundheitlichen Risiko für die Stadtbewohner.

Obwohl die positiv klimaregulierende Wirkung und die soziale Funktion von städtischen Grünanlagen und Solitärgehölzen unbestritten ist, sei die Grünpolitik laut BdB vielfach geprägt von einem Substanz- und Qualitätsverlust bei den Grünflächen. Dabei würden sich Gehölzproduzenten und -verwender bereits damit auseinandersetzen, diejenigen Stadtbäume zu identifizieren, die auch bei dem in den nächsten Jahren zu erwartenden noch extremeren städtischen Klima ihre Aufgabe als „urbane Klimaanlage“ erfüllen. (ts/bdb)