Grüne Branche

BdB-Präsident Plum: bisherige Entwicklung zum „Grünen Dach“ reicht nicht

Auf der Sommertagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) beurteilte BdB-Präsident Karl-Heinz Plum unter anderem die aktuellen Chancen für die Schaffung eines „Grünen Daches“ der Gartenbaubranche. 

Den Anstoß dazu gab Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auf einem Treffen anmerkte, dass eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Politik in Zukunft nicht möglich sei, wenn mit jedem Verband einzeln verhandelt werden müsste.

Laut Merkel müsse die Gartenbaubranche in der Lage sein, nur mit einer Stimme zu sprechen. „Insofern ist das ‘Grüne Dach’ der Branche unabdingbar. Als Verbände sind wir hier in der Pflicht gegenüber dem Berufsstand und unseren Kollegen“,so Karl-Heinz Plum.

Die Verhandlungen gehen schon eine geraume Zeit, zeigen aber noch keine Ergebnisse. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) beispielsweise wünscht sich zur Zeit eine eher lockere Zusammenarbeit zwischen Bdb, ZVG und dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Dem BdB reicht dies bei weitem nicht aus, respektiert allerdings die Entscheidungen der anderen Verbände, da es wichtig sei, deren Eigenständigkeit zu bewahren.

Der BdB schlägt als eine mögliche Variante die Zusammenarbeit nach dem Vorbild der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft vor, in der ZVG, BGL und BdB als paritätische Gesellschafter vertreten sind. „Dort funktioniert die Zusammenarbeit reibungslos“, so Plum. (ts)