Grüne Branche

BdB rät zu nachhaltigen Weihnachtsbäumen im Topf

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Rund 80 Prozent der Deutschen besorgt sich zur Weihnachtszeit einen Christbaum, in den häufigsten Fällen eine Tanne. Als Symbol der Weihnacht sorgt der Baum in den eigenen vier Wänden für den Duft des Waldes und ein Stück Natur. Doch nach den Feiertagen kommen die Weihnachtsbäume meist auf den Müll. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) rät daher zu nachhaltigen Weihnachtsbäumen im Topf.

Nachhaltigkeit prägt auch das Geschäft mit Weihnachtsbäumen. Foto: Pixabay

Entsorgung vermeiden – Baum im Topf kaufen

Damit nicht Jahr für Jahr über 25 Millionen vor allem Tannen und Fichten als Weihnachtsbäume gekauft und kurze Zeit später einfach weggeworfen werden, hat sich die Baumschulbranche etwas einfallen lassen, um dem entgegenzuwirken. So können Weihnachtsbäume seit einigen Jahren auch im Topf gekauft und später im Garten oder auch im Wald wieder eingepflanzt werden. Da beim ersten Umpflanzen in die Töpfe die Faserwurzeln der Bäume zwangsläufig gelitten haben, brauchen die Tannen besondere Achtsamkeit. So sollten nach dem Fest die ehemaligen Weihnachtsbäume nicht direkt aus der warmen Stube in den kalten Garten gebracht werden. Für eine Übergangszeit von einigen Tagen eignen sich Garagen oder windgeschützte Ecken auf Balkonen besonders gut.

Wurzeln ausbreiten lassen

Empfehlenswert ist hingegen ein Umtopfen in einen größeren Topf. Der Boden sollte allerdings gut vorbereitet und mit etwas Dünger versehen sein. So können sich die Wurzeln ausbreiten und sind durch mehr Erde auch von unten besser vor Kälte geschützt. Immens wichtig sei zudem die regelmäßige Wasserzufuhr, denn immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter eine beträchtliche Feuchtigkeitsmenge. Beachtet man diese Regeln, stehen die Chancen gut, dass aus einem Weihnachtsbaum wieder ein „normaler“ Containerbaum werden kann. „Durch ihre tiefen Pfahlwurzeln sind sie fest im Boden verankert und können sich so auch aus tieferliegenden Erdschichten mit dem nötigen Wasser versorgen“, erklärt Baumschuler Dietmar Pick von der Schwaneland Gartenbaumschule aus Zorneding bei München. Hitze und Trockenheit überstehen sie damit oft besser als viele andere Gewächse. Auch heftige Frosttage machen ihnen wenig aus.

Direkt im Topf gezogene Weihnachtsbäume noch nachhaltiger

Noch nachhaltiger und umweltfreundlicher sind die direkt im Topf gewachsenen Weihnachtsbäume, denn hier sind die Wurzeln der Pflanzen meist unversehrt. Die Schwaneland Gartenbaumschule zieht Nordmanntannen gleich vom Samen an im Topf groß. „Wir als kleine Baumschule wollten ein Zeichen setzen, denn eine intakte Natur ist mir einfach ein Herzensanliegen“, betont Geschäftsführer Dietmar Pick. Nach dem Weihnachtsfest holt die Baumschule die Bäume wieder ab und pflegt sie in Kaltgewächshäusern oder im Freien bis zur nächsten Weihnachtszeit. Gekaufte Weihnachtsbäume bekommen auf Wunsch ein Namensschild und können im Jahr darauf wieder an die Besitzer ausgeliefert werden. Nach insgesamt drei bis vier Jahren sind sie mit bis zu 2,50 Metern zu groß für die weihnachtliche Stube und werden entweder im eigenen Garten oder aber in einem passenden Waldstück fachgerecht gepflanzt.