Grüne Branche

BdF: Friedhofsthemen im Studium verstärken

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) setzt sich seit vielen Jahren für eine durchgängige Vermittlung der Themen Friedhofsentwicklung und Friedhofsverwaltung in der gärtnerischen Berufsausbildung bis hin zum Hochschulstudium Gartenbau oder Landespflege ein. „Gerade im Hochschulbereich haben wir noch Potenzial. Nicht selten werden Studienabsolventen aus den grünen Fachrichtungen als Friedhofsverwalter eingestellt, haben aber bis zu diesem Zeitpunkt fast gar nichts über zukunftsfähige Friedhofsgestaltung und vor allem Friedhofsverwaltung gehört“, fasst Ralf Kretschmer, Vorsitzender des Arbeitskreises Ausbildung im BdF und Vorsitzender des Ausschusses Bildungspolitik und Berufsbildung des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), die aktuelle Situation zusammen.

 Umso erfreuter waren die Verantwortlichen bei den Friedhofsgärtnern über das große Interesse von Hochschulvertretern an ihren konkreten Ideen zur intensiveren Wissensvermittlung in den Hochschulausbildungen Gartenbau und Landschaftsarchitektur. Die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) hatte zu einem Gedankenaustausch unterschiedliche Fachleute aus dem Bereich Friedhof und interessierte Hochschulvertreter nach Bonn eingeladen. Nach der sachlichen Analyse der bestehenden Situation war man sich einig, dass in Zukunft das Thema „Friedhofsentwicklung und Friedhofsverwaltung“ mehr Bedeutung im Bachelor-Studium, beispielsweise in Form eines Wahlpflichtfaches an ausgewählten Hochschulen, bekommen müsse. Damit könne den Studierenden einerseits mehr Grundlagenwissen in diesem Bereich vermittelt werden und andererseits das Interesse am „Thema Friedhof“ geweckt werden, ohne sich gleich durch einen Schwerpunkt festlegen zu müssen.

Langfristig möchte der BdF, dass es in Form von extern organisierten Zusatzqualifikationen im Hochschulbereich auch bereits Berufstätigen ermöglicht werden soll, sich Wissen rund um Friedhofsverwaltung und -gestaltung anzueignen.