Grüne Branche

bdla: Dr. Herbert Franken wird Ehrenmitglied

, erstellt von

43 Jahre war Dr. Herbert Franken für den Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) aktiv. Für sein „herausragendes und unermüdliches Engagement“ für den Berufsstand hat der Rechts- und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht jetzt die Ehrenmitgliedschaft des Verbands erhalten.

Nach 43 Jahren Tätigkeit für den Verband zum bdla-Ehrenmitglied ernannt: Dr. Herbert Franken. Foto: Fria Hagen

Franken, der zum Jahresende 2014 seine Tätigkeit als bdla-Justiziar beendete, hatte den Verband ab 1977 in juristischen Fragen beraten und vertreten. So zum Beispiel bei Stellungnahmen des Verbandes zu Gesetzentwürfen, bei der Novellierung und Auslegung der HOAI, bei Vertragsfragen und – soweit zulässig – bei Musterverträgen, im Wettbewerbswesen und bei der Weiterentwicklung von GRW zu RPW.

Aufbau neuer Strukturen nach der Wiedervereinigung

Wie der bdla hervorhebt, hat der 1939 geborene Franken zudem nach der Wiedervereinigung wertvolle Hilfe beim Aufbau neuer Strukturen in den östlichen Bundesländern geleistet. Ebenso wichtig war die juristische Beratung bei der Berufshaftpflicht oder die Ausgestaltung der Rahmenverträge, die der Verband für seine Mitglieder abgeschlossen hat.

Immer wieder haben während dieser Zeit auch Auftraggeber und diverse Prüfinstanzen den Rat Frankens gesucht, schreibt der bdla. Unter anderem bei der Abgrenzung von Planungsleistungen für Freianlagen gegenüber Ingenieurleistungen für Verkehrsanlagen oder bei der Interpretation von Gesetzestexten musste der promovierte Anwalt dem Verband zufolge oft Pionierarbeit leisten und juristisches Neuland betreten.

Standardwerk zur neuen Honorarordnung

Von 1971 bis 1977 war Franken hauptamtlicher Geschäftsführer des bdla. In diese Periode fielen unter anderem die Vorarbeiten für eine neue Honorarordnung, um die GOGA und das LHV als die bis dahin geltenden Honorarregelungen abzulösen sollte. 1976 erschien dazu der von Franken verfasste Einführungskommentar „HOAI für Landschaftsarchitekten“, der laut bdla quasi bis heute die Basis für alle weiteren Kommentierungen dieser wichtigen Verordnung bildet.