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Beelitz bekommt Zuschlag für Landesgartenschau 2022

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Die „Spargelstadt“ Beelitz hat den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2022 erhalten. Damit folgte Brandenburgs Landesregierung dem Vorschlag ihres Agrar- und Umweltministers Jörg Vogelsänger.

Beelitz bereits Bewerber für Landesgartenschau 2019

Beelitz hatte sich – ebenso wie die Stadt Spremberg – bereits für die brandenburgische Landesgartenschau 2019 beworben, musste sich im Auswahlverfahren aber der Bewerbung von Wittstock geschlagen geben. Daraufhin wurde entschieden, dass die beiden „Verlierer“ ihre eingereichten Konzepte im Hinblick auf die Landesgartenschau 2022 überarbeiten und erneut vorlegen sollen.

„Beide Bewerber haben uns interessante, professionell vorbereitete Konzepte vorgelegt. Am Ende kann es aber nur einen Ort für eine LAGA 2022 geben. Ich danke beiden Städten, dass sie sich diesem Verfahren nochmals gestellt haben. Deshalb möchte ich meinen Glückwunsch an die Beelitzer mit dem Versprechen an die Spremberger verbinden, dass wir uns die für die LAGA eingereichten Projekte genau ansehen und prüfen werden, was wir gemeinsam umsetzen können“, so Vogelsänger.

Motto in Beelitz: „Gartenfest für alle Sinne“

Veranstaltet wird die Landesgartenschau 2022 in Beelitz unter dem Motto „Gartenfest für alle Sinne“. Kerngelände der gärtnerischen Ausstellung soll der unmittelbar an die Altstadt angrenzende „Park am Mühlenfließ“ sein, der unter anderem durch die Wiedereröffnung des Mühlenfließes – ein Beitrag zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie – noch attraktiver gestaltet werden soll.

Eingebunden in das Gartenschau-Konzept ist auch die sanierte Altstadt von Beelitz mit ihren historischen Gebäuden. So sollen etwa die Hallenschauen der LAGA 2022 in der Kirche Sankt Marien stattfinden. Als Schauplatz für kulturelle und sportliche Veranstaltungen während und nach der Landesgartenschau wurde mit der früheren Kläranlage von Beelitz eine brachliegende Industrieruine auserkoren.

Beelitz-Heilstätten Teil des LAGA-Konzepts

Ebenfalls integriert in das Ausstellungskonzept werden sollen die als sogenannter „Lost Place“ beziehungsweise „Deutschlands gruseligstes Krankenhaus“ zu medialer Berühmtheit gelangten Beelitz-Heilstätten sowie die umliegenden Spargelhöfe, der Park am Wasserturm, der Mühlenberg mit Bockwindmühle und die Bullenwiese.

Mit der als Kombiticket geplanten Eintrittskarte für die Landesgartenschau 2022 soll es darüber hinaus zudem möglich sein, den Baumkronenpfad sowie den Barfußpfad in den Beelitzer Heilstätten zu besuchen.

Brandenburg beteiligt sich an Investitionen

„Die derzeit noch zu erarbeitende Gartenbau-Konzeption wird eine Grundlage sein, um Entwicklungs- und Förderschwerpunkte für diesen in unserem Land traditionsreichen Wirtschaftszweig abzustecken. Zum anderen sind Landesgartenschauen immer auch eine Chance für die Gastgeber, ihre Infrastruktur voranzubringen, ihre Stadt schöner und bürgerfreundlicher zu gestalten und für ihre Region als Reiseziel beziehungsweise Wirtschaftsstandort zu werben“, erklärt Vogelsänger dazu.

An den Investitionen für die Landesgartenschau in Beelitz will sich das Land Brandenburg beteiligen.