Beelitz: Gärtner wegen Hitze und Trockenheit im Dauereinsatz

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Die Sommerblumen auf der Landesgartenschau konnten sich aufgrund der Hitze kaum entwickeln, sodass Nachpflanzungen nötig wurden. Foto: LAGA Beelitz gGmbH.

Damit die Beete und Anlagen der Landesgartenschau Beelitz trotz Hitze und anhaltender Trockenheit weiterhin einen gepflegten Anblick bieten, sind die Gärtner auf dem Gelände derzeit im Dauereinsatz. Die Organisatoren rechnen bereits mit Mehrkosten in hoher sechsstelliger Höhe durch die zusätzliche Bewässerung und notwendige Nachpflanzungen.

Pflanzungen sollen in Topform bleiben

„Wenn man sich um eine Landesgartenschau bewirbt, übernimmt man die Verantwortung, den Gästen auch unter schwierigen Umständen ein entsprechendes Erlebnis zu bieten. Dazu gehört, die Pflanzungen mit allen verfügbaren Mitarbeitern in Topform zu halten. Das sind wir auch den Brandenburger Gärtnern und Garten- und Landschaftsbauern schuldig, deren wichtige Berufe hier einem großen Publikum präsentiert werden“, erklärt Bernhard Knuth, Bürgermeister von Beelitz und Geschäftsführer der Landesgartenschau (LAGA).“

Hohe Mehrkosten erwartet

Deshalb sind auf dem Gelände der Landesgartenschau Beelitz den Organisatoren zufolge derzeit sämtliche Gärtner im Dauereinsatz, um trotz der anhaltend trockenen Wetterlage – seit Ostern habe es kaum geregnet, so die Verantwortlichen – und vielen Tagen mit extrem hohen Temperaturen dafür zu sorgen, dass die Beete und Anlagen weiterhin einen Anblick bieten, der einer Landesgartenschau würdig sei. Der dadurch entstehende Mehraufwand dürfte sich, je nach weiterem Witterungsverlauf im Sommer und Herbst, voraussichtlich auf einen hohen sechsstelligen Betrag belaufen, so die LAGA Beelitz gGmbH.

Bewässerung des rund 15 Hektar großen Geländes

Die zusätzlichen Kosten entstehen zum einen durch die notwendige Bewässerung des rund 15 Hektar umfassenden Areals. Dazu wurde den Landesgartenschau-Verantwortlichen zufolge in zentralen Teilen des Geländes wie dem Nieplitzpark eine automatische Anlage installiert, die die Pflanzen zielgenau über Nacht bewässere, sodass genügend Feuchtigkeit auch für heiße Tage in Wurzelnähe gespeichert und dabei so wenig Wasser wie möglich verbraucht werde. Einige Beete in den weitläufigeren Bereichen wie den Archegärten werden den Angaben zufolge hingegen täglich ab den frühen Morgenstunden von den Gärtnern mit einer Handbrause bewässert, auf den Blühwiesen werden zudem Schlagregner eingesetzt.

Das Wasser für die Landesgartenschau stamme aus eigens angelegten Brunnen, deren genehmigte Entnahmemenge stets eingehalten werde, wie die LAGA-Organisatoren betonen. Wasser aus der Nieplitz werde dagegen nicht für die Bewässerung des Geländes verwendet.

Hitze macht Nachpflanzungen notwendig

Um den Besuchern der Landesgartenschau bis in den Herbst hinein ein abwechslungsreiches Bild zu bieten, wurden in den vergangenen Tagen darüber hinaus mit Unterstützung des Rosenguts Langerwisch über 4.000 zusätzliche Blumen und Kräuter in die Beete gepflanzt. „Wir haben unter anderem das Dahlienparadies ergänzt, das sieht jetzt wirklich toll aus mit seiner Blütenvielfalt“, berichtet Holm Wießner, Gärtnermeister am Rosengut Langerwisch. „Am Mühlengarten, der ja viele Jahre erhalten bleiben soll, sind langlebige Stauden wie Echinacea dazugekommen. Und die Gemüsebeete wurden um leckere Naschkräuter ergänzt.“

Ausgesucht wurden den Angaben zufolge vor allem Pflanzen, die gut mit den aktuellen Gegebenheiten klarkommen, wie etwa Rudbeckia oder Salbei. „Außerdem bieten diese Pflanzen viel Nektar, das macht sie für alle Bienenarten sehr attraktiv“, so Wießner. Dem Gärtnermeister zufolge blühen die jetzt neu gepflanzten Blumen auf der Landesgartenschau Beelitz bis zum Frost durch. Dagegen hätten die rund 60.000 bereits im Juni und Juli gepflanzten Sommerblumen laut den LAGA-Verantwortlichen in Anbetracht der anhaltend hohen Temperaturen kaum eine Chance gehabt, sich in den Wechselflorbeeten weiterzuentwickeln. Auch hätten sie weniger Blüten gebildet, die zudem schneller verblühen.

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