Grüne Branche

Befa mit Besucherrekord

Verbände der Friedhofsverwalter und -gärtner waren erstmals auf der Befa präsent. Wir haben uns vor Ort nach den spannensten Neuheiten umgeschaut.

Sonderausstellung Grabgestaltung und Denkmal: Erstmals vertreten waren Grabmalgroßhändler sowie deren neuer Verband VDNV. Foto: Backhaus-Cysyk.

Die 14. Ausgabe der Bestattungsfachmesse Befa endete mit einem Besucherrekord. 12.540 Fachbesucher informierten sich vom 29. bis 31. Mai in der Messe Düsseldorf über die neuesten Trends und Produkte in der Bestattungsbranche (2010: 10.200 Besucher). Insgesamt 264 Aussteller sowie Vertreter internationaler Gremien präsentierten sich auf 20.500 Quadratmetern (2010: 250 Aussteller/18.000 Quadratmeter).

„Als Veranstalter sind wir mit der Befa mehr als zufrieden. Die Aussteller berichteten uns von guten Abschlüssen und die Besucher von der hohen Vielfalt der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Erstmals waren alle wichtigen Gewerke vertreten. Dass diese näher zusammentreten, ist für uns auch ein berufspolitisches Signal“, so Dr. Rolf Lichtner, Geschäftsführer der Befa Messegesellschaft und Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter.

Erstmals auf der Befa präsent waren die Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner (GdF), der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD) sowie der neugegründete Verband deutscher Naturstein Verarbeiter (VDNV) mit einer Grabmalausstellung. Der Bundesverband Deutscher Steinmetze hatte seine Teilnahme „aus verbandspolitischen Gründen“ abgesagt. Der BIV stehe auch in Zukunft zur Stone+Tec in Nürnberg.

Aus Sicht der GdF war die erste Befa-Teilnahme ein voller Erfolg. „Ich habe zahlreiche interessante und positiveGespräche mit Bestattern und Friedhofsgärtnern führen können“, so die Aufsichtsratvorsitzende Birgit Ehlers-Ascherfeld. Eine Beteiligung an der kommenden Befa könne sich die GdF gut vorstellen. Insgesamt nahmen Interessierte mehr als 600 Broschüren zu den Themen Vorsorge, Dauergrabpflege undgärtnerbetreute Grabanlagen mit. Bei den Besuchernbeliebt waren auch die100 Gießkannen und 300 Eimer in violett, die – bestückt mitInfomaterial–rasch vergriffen waren.

Bernd Thürling, amtierender VFD-Vorsitzender: „Der VFD war das erste Mal mit einem Stand vertreten. Insgesamt sind wir zufrieden. Spannend waren neben den Fachausstellern auch die Themen, die rund um den Friedhof angeboten wurden. Der VFD plant an der Befa 2018 wieder teilzunehmen.“

An seinem Stand zeigte der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) aktuelle Trauerfloristik. Nicola Fink, FDF-Pressereferentin: „Unter dem Motto ,Blumen trösten, wenn Worte fehlen‘, hat der FDF sich auf der Befa präsentiert. An unserem Stand haben wir die emotionale Wirkung der gestalteten Blume in der Trauerfloristik gezeigt. Die Bestatter haben in der Regel den ersten Kontakt mit Hinterbliebenen. Sie können Trauernde über die tröstende Wirkung der Blume aufklären und den Kontakt in den Fachhandel herstellen. Diese Botschaft konnten wir in zahlreichen Gesprächen vermitteln und für eine gute und faire Zusammenarbeit zwischen Floristen und Bestattern appellieren. Den Beitrag auf der Befa werten wir als wichtigen Teil unserer Verbandsarbeit.“ Die Trauerexpertin und Blumenbinderin Anna Lindner hielt einen Vortrag über „Floristik, Ökologie und die Möglichkeiten eines ästhetischen Abschieds“.

Lesen Sie mehr in der Juli-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 9.