Grüne Branche

„Begonia Chardonnay“ begeistert

Gartenbauverband Nord und Wirtschaftsverband Niedersachsen und Bremen kürten die Neuzüchtung zur Pflanze des Jahres im Norden

 

„Begonia Chardonnay“, Pflanze des Jahres 2011 im Norden.Foto: Wirtschaftsverband Gartenbau

Gartenbauverband Nord und Wirtschaftsverband Niedersachsen und Bremen kürten die Neuzüchtung zur Pflanze des Jahres im Norden

Hannover/Wesenberg. Als „Pflanze des Jahres im Norden 2011“ kürte eine Arbeitsgruppe von Gärtnern und Beratern des Gartenbauverbandes Nord und des Wirtschaftsverbandes Gartenbau in Niedersachsen und Bremen die creme-gelbe Neuzüchtung „Begonia Chardonnay“. Sie wurde am 28. April 2011 in den Herrenhäuser Gärten in Hannover und zum Saisonstart in Mecklenburg-Vorpommern in der Gärtnerei Hagedorn in Wesenberg vorgestellt.

Die „Begonia Chardonnay“ erfreut den Angaben zufolge Liebhaber und Kenner von Begonien nicht nur durch die edle Ausstrahlung des Cremegelbs der Blüten, sondern auch durch die ausdrucksstarken Blütenbüschel sowie durch die dichte Verzweigung der Pflanze. Der Züchter Kientzler lobt sie als „wunderschöne Bereicherung auch für halbschattige Situationen“.

Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten, würdigte die Neuzüchtung als „gut und robust“. Begonien seien sehr widerstandsfähige Gartenpflanzen, die gerade eine „Renaissance“ erleben. Prof. Dr. Bernhard Beßler, Landwirtschaftskammer Niedersachsen: „Mit der Pflanze des Jahres im Nordens 2011 stellen wir eines der Highlights der Sortimente der letzen Jahre vor, und wir sind uns sicher, dass diese Begonie viele begeisterte Gartenfreunde finden wird“.

Die Chardonnay sei ein gutes Beispiel dafür, dass sich – ähnlich wie bei vielen Rosen – Eigenschaften wie „edel“ und „üppig“ nicht ausschließen. Die Chardonnay könne unter den norddeutschen Klimabedingungen sowohl im Zimmer als auch draußen gut gedeihen, das hätten auch die Versuche der Landwirtschaftskammer belegt. Ihr leicht hängender Charakter mache sie besonders attraktiv für Balkonkästen, Schalen und Ampeln. Mehr unter www.pflanze-des-jahres-im-norden.de.

 


Saisoneröffnung in


Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern eröffneten Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, der Präsident des Gartenbauverbandes Nord, Andreas Lohff, sowie der Bürgermeister der Stadt Wesenberg, Helmut Hamp, gemeinsam die diesjährige Pflanzensaison.

Präsident Andreas Lohff betonte die Bedeutung der regionalen Wirtschaftskreisläufe: „Unsere Initiative ‚Der Norden blüht auf‘ zielt auf die Bewusstseinsbildung der Nachfrager bei Kauf in der Region produzierter Blumen und Pflanzen.“ In den Fachbetrieben produzierte Ware stehe für Vielfalt, Frische und Klimaschutz durch Vermeidung von transportbedingten Emissionen.

Lohff weiter: „Die Beschäftigung in und mit der Natur und im Garten genießen immer mehr Menschen als Ruhepol und Ausgleich zu einer zunehmend als anstrengend und hektisch empfundenen Arbeitswelt. Im Garten kann man sich prima selbst verwirklichen. Von naturnah bis korrekt geharkt, von botanischen Sammlern bis hin zu modernen Minimalisten: Jeder Garten ist ein Spiegelbild seiner Besitzer und oft deren ganzer Stolz. Gartenarbeit ist gesund und entspannt und sollte eigentlich als Ausgleichsgymnastik von der Krankenkasse bezahlt werden.“ 108 Euro gäben die Deutschen durchschnittlich für Pflanzen inklusive der Schnittblumen aus.

Dabei erfreut sich laut Lohff der Freilandbereich mit Balkonblumen, Stauden und Gehölzen einer besonderen Beliebtheit und leicht wachsender Nachfrage: „Knapp ein Viertel der Blumenausgaben, nämlich etwa 24 Euro werden im Jahresverlauf für Beet- und Balkonpflanzen ausgegeben. Besonders erfreulich für die deutschen Gärtner: Dieser Wert stieg in den letzten Jahren kontinuierlich um ein bis zwei Prozent.“ Gerade im Norden würden Freilandpflanzen wie Balkonblumen und Stauden besonders intensiv nachgefragt, die private norddeutsche Nachfrage liege etwa zehn Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Interessant sei, dass die Blumen- und Pflanzen nach einer Studie, die noch die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) erstellt hat, mit einem Fachhandels-Anteil von über 70 Prozent eine Sonderstellung im Einzelhandel haben. Nirgendwo sonst seien den Verbrauchern die gute Beratung und das frische, gepflegte Sortiment so wichtig wie bei Blumen und Pflanzen. „Diese Sonderstellung haben sich die Gärtner im Land hart erarbeitet. Der Konkurrenzdruck durch vielfältige Verkaufsstellen ist riesengroß und insbesondere der Preiswettbewerb immer ein wichtiges Thema.“