Grüne Branche

Berufsausrichtung "Verkaufen und Beraten": Es ist noch Überzeugungsarbeit notwendig

Im Hinblick auf den Strukturwandel im Gartenbau und die wachsende Bedeutung der Einzelhandelsgärtnereien, Gartenbaumschulen und Gartencenter legte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) 2002 eine gemeinsam mit dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) und der IG BAU erarbeitete Empfehlung "Verkaufen und Beraten" vor. Dabei handelt es sich um eine Umsetzungshilfe für direktabsetzende Unternehmen des gärtnerischen Einzelhandels zur Ausschöpfung der Ausbildungsverordnung Gärtner/Gärtnerin im Bereich "Verkaufen und Beraten".Ziel ist es, eine größere Anzahl dieser Unternehmen als Ausbildungsbetriebe zu gewinnen und ihnen die Ausbildung im Beruf Gärtner/Gärtnerin zu ermöglichen. Gleichzeitig will der Gartenbau interessierten Schulabgängern mit einer stark auf die wichtigen Funktionen "Verkaufen" und "Beraten" ausgerichteten Berufsausbildung ein weiteres zukunftsorientiertes Angebot machen. Mit der Bundesempfehlung wurde einem langjährigen Wunsch des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) und des Verbandes Deutscher Garten-Center entsprochen. Wie der Stande der Dinge inzwischen in den einzelnen Bundesländern ist, hat der Bildungsreferent des Zentralverbandes Gartenbau, Walter Holbeck, ausführlich in der TASPO 8/06 zusammen gestellt. Das Fazit lautet: Sicher ist in den zurückliegenden drei Jahren auf diesem Sektor viel Positives geschehen und in zwei Bundesländern gibt es bereits gute Erfahrungen. Doch die noch insgesamt in der Ausbildungspraxis bestehende Zurückhaltung gilt es zu analysieren. Außerdem sind von allen mit dieser Thematik befassten berufsständischen Organisationen und zuständigen Stellen weiterhin Anstrengungen erforderlich, um Überzeugungsarbeit zu leisten.