Grüne Branche

Besitzerwechsel: Neue Hoffnung für Pietal

Mit großer Hoffnung startete im Juni 2000 die Ökologische Produkte Altmark GmbH (ÖPA) Klötze (Sachen-Anhalt) in die Produktionsphase. Unterstützt wurde sie von Fördermitteln im zweistelligen Millionen-DM-Bereich. Das neu erbaute Werk sollte jährlich bis zu 350 000 Kubikmeter des Torfersatzstoffes „Pietal“ auf den Markt bringen. Grundstoff des Pietal war ausschließlich Kiefer, die von den Vertragspartnern aus der Region in Form von Hackschnitzeln angeliefert wurde. Führende deutsche Substrathersteller sahen für das neue Produkt durchaus gute Marktchancen. Auch von Seiten der Gärtner gab es Zustimmung. Aber: Der Geschäftsführung gelang es zu keiner Zeit, Marketing und Vertrieb mit den vorgesehenen und auch angefahrenen Produktionsmengen in Einklang zu bringen. Bereits im April 2001 beantragte die ÖPA vor dem Amtsgericht Stendal das Insolvenzverfahren. Die Produktion erfolgte dann noch auf Zuruf, im August 2003 wurde sie eingestellt. Im Februar dieses Jahres nun ging der Betrieb – er besteht aus der Pietal-Herstellung und einem Bereich zur Produktion von Grünalgen – per Verkauf an die Bioprodukte Prof. Steinberg Produktions- und Vertriebs GmbH & Co. KG. Wie die TASPO von Steinberg erfuhr, wird die Pietal-Herstellung frühestens im Herbst 2004 wieder anlaufen. Derzeit bemühe man sich, die Qualität des Produktes deutlich zu verbessern, um eine höhere Wertschöpfung zu erreichen. Mit einer Reihe von Handelsorganisationen spreche man derzeit über zukünftige Absatz- und Vertriebswege.