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Besseres Raumklima: Büros nach Feng Shui begrünen

Begrünte Arbeitsplätze wirken beruhigend auf die Mitarbeiter, fördern ihre Kreativität und erhöhen die Erinnerungs- und Konzentrationsfähigkeit. Unter wissenschaftlichen Aspekten belegt dies eine aktuelle Studie norwegischer Wissenschaftler (siehe TASPO 16/13), doch bereits die alte chinesische Naturphilosophie Feng Shui erkannte die positive Wirkung von Pflanzen. Demnach können Pflanzen helfen, den Energiefluss, auch „Chi“ genannt, zu leiten und besser nutzbar zu machen. 

Große Pflanzen haben ein größeres Chi als kleinere und bringen Ruhe in Wohn- und Arbeitsräume. Hier Spathiphyllum, zu deutsch Einblatt, im Gefäß aus Glasfaser in Steinoptik. Foto: fleur ami

„Oft wird Feng Shui durch die Esoterik-Brille gesehen. Nimmt man das Chi aber als Modell für die Beschreibung der menschlichen Raumwahrnehmung, kann man die Erkenntnisse hervorragend bei der Innenraumgestaltung nutzen“, sagt Lutz-Peter Kremkau, Geschäftsführer des bundesweiten Verbundes „die Raumbegrüner“. Denn laut Feng Shui entsteht Energie dort, wohin die Aufmerksamkeit eines Menschen gelenkt wird.

Während der natürliche Energiefluss seinen Weg durch die Tür in Richtung des Fensters nimmt und oft ungenutzt entweicht, könne beispielsweise eine direkt vor dem Fenster platzierte Pflanze den Energiefluss zurück zum Menschen lenken und so das Wohlgefühl steigern.

Verschiedene Pflanzen haben allerdings jeweils eine eigene Ausstrahlung. Große Pflanzen etwa besitzen allgemein ein größeres Chi als kleine und lassen den Raum ruhiger wirken. „Die Wirkung der unterschiedlichen Arten kann man gerade im geschäftlichen Umfeld für sich nutzen“, sagt Kremkau.

Die Cycas zum Beispiel vermittelt eine ruhige Atmosphäre und lasse Raum für Ideen, Fensterblatt und Ficus wirken harmonisierend auf eine Gruppe und verbessern die Kommunikation. „Mein Geheimtipp fürs Chefbüro ist der Codiaeum, auch Wunderstrauch genannt; er fördert das Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen“, rät Kremkau. (ts)