Grüne Branche

Bestatterkosten: Vorschüsse nur nach Vereinbarung

Bestatterkunden müssen nur dann einen Vorschuss zahlen, wenn er im Vorfeld vereinbart oder als Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert worden ist. Darüber informiert die Verbraucherinitiative Aeternitas. 

Um Zahlungsausfällen vorzubeugen, wollen sich manche Bestatter gegenüber den Kunden absichern und verlangen einen Vorschuss. Ärgerlich wird dies, wenn der Bestatter bereits einen Teil seiner Arbeit erbracht hat und darüber hinaus im Vorfeld über einen Vorschuss nicht gesprochen wurde, so Aeternitas. Mitunter verzögere sich dann die Bestattung, weil der Bestatter sich weigert, die Arbeit ohne einen Vorschuss fortzuführen. Die Angehörigen könnten den Bestatter zwar noch wechseln, doch dies wäre mit Aufwand und Ärger verbunden.

„Bestatterkunden sollten wissen, dass sie nur dann einen Vorschuss leisten müssen, wenn er im Vorfeld vereinbart wird“, so Christoph Keldenich, Vorsitzender von Aeternitas. Wie bei anderen Werkverträgen auch sei der Bestatter verpflichtet, in Vorleistung zu treten. Er empfiehlt, vor einem Auftrag wegen möglicher Vorauszahlungen nachzufragen und im Zweifel einen anderen Anbieter zu wählen. Ausnahmen seien Fremdleistungen wie etwa eine Einäscherung im Krematorium, deren Kosten der Bestatter selbst nur weitergibt. Hier könne er eine Vorauszahlung verlangen, auch wenn dies unüblich sei.

Sind Bestatterkunden mit einem Vorschuss als Teil der AGB einverstanden, sollten sie höchstens 70 bis 80 Prozent der Bestatterkosten akzeptieren, rät Keldenich. ae/fk