Grüne Branche

Besuch auf dem Bonner Nordfriedhof

Die Veränderungen in der Friedhofskultur machen auf keinem Friedhof Halt – auch nicht auf dem Nordfriedhof in Bonn. Dennoch spürt man bei Artur Wittstock eine besondere Energie und Dynamik: Verbunden mit seinen Erfahrungen, friedhofsgärtnerischem Wissen und dem echten Interesse an seinen Kunden scheint dies sein Erfolgsrezept in bewegenden Zeiten beim allzeit sensiblen Thema Friedhof zu sein. Wir besuchten ihn in seiner „Friedhofsgärtnerei Wittstock“ in Bonn und machten einen kleinen Rundgang auf dem nahegelegenen Nordfriedhof.

Artur Wittstock ist Frühaufsteher, besucht die Blumengroßmärkte und pflegt noch vor Büroöffnung einige Gräber. Foto: Backhaus-Cysyk

Der Kunde ist König. Das erfährt jeder, der das kleine Büro der Friedhofsgärtnerei Wittstock am Nordfriedhof in Bonn betritt. „Wir sind für Sie da!“ Ob für eine kurze Information oder ein langes Beratungsgespräch, Artur und Elisabeth Wittstock holen den Kunden dort ab, wo er steht. „Das ist oftmals gar nicht so einfach“, erklärt der Friedhofsgärtnermeister. „Durch die moderne Kommunikation wie das Internet erspart man sich oft den Weg ins Büro, wie es noch vor Jahren der Fall war. Viele aus der jüngeren und mittleren Generation besuchen am Wochenende ihr Grab und schicken uns dann ein Foto der Grabanlage mit einer E-Mail und dem Wunsch nach einem Kostenvoranschlag.“

Manchmal hat es den Anschein, als würde ein Telefon, ein Computer und seine Präsenz auf den einzelnen Friedhöfen ausreichen. Viele Verwandte wohnen nicht in Bonn oder Umgebung. Dies wurde besonders deutlich, nachdem die Bundesregierung und viele Verwaltungen nach Berlin gezogen sind. „Damals gab es regelrecht einen kleinen Aufschwung. Mehr dazu in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 22.