Grüne Branche

Zahlungsprobleme: Übernahme von Centraflor Dresden scheint in Aussicht

Die 1963 von 13 Zierpflanzen-Produktionsbetrieben gegründete Centraflor GmbH & Co. KG Dresden (Centraflor) stellte Ende März 2005 Antrag auf vorläufige Insolvenz. Die Centraflor bewirtschaftet in Dresden, Zittau und Görlitz 31 Blumengeschäfte sowie den Blumengroßmarkt Dresden-Strehlen. In dessen Nähe öffnete im März 2003 auf 300 Quadratmeter Fläche die „Blumenfabrik“, eine Art einmaliger Werksverkauf für den Verbraucher, der ohne aufwändige Ladeneinrichtung arbeitet, aber mit günstigen Preisen. Die Centraflor hat rund 162 Beschäftigte und tätigt einen Jahresumsatz von etwa 6,5 Millionen Euro. Sie gilt als einziger Betrieb dieser Größenordnung in den neuen Bundesländern, der die Wende überstanden hat. Der Eigenantrag auf vorläufige Insolvenz, betonte die vorläufige Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Hannelore Krüger-Knief, gegenüber der TASPO, erfolgte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit. Die Centraflor sei diesen Weg richtig und sehr frühzeitig gegangen. Bis dato gebe es keinen Rückstand bei den Lohn- und Gehaltszahlungen. Sollte es zu einem Insolvenzverfahren kommen, dann sei bis zum 1. Juni 2005 der vollständige Lohnersatz durch das Insolvenzgeld gesichert. Krüger-Knief sieht die Fortführungsfähigkeit des Betriebes zweifellos gegeben.