Grüne Branche

BGI: Feuer in Nairobi mit geringen Folgen für den Blumenhandel

Der verheerende Großbrand auf dem Flughafen Nairobi am 7. August hat auf den Schnittblumenhandel nur geringe Auswirkungen, informiert der Verband des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels (BGI). Im BGI sind einige Großhändler organisiert, die auch Schnittblumen aus Kenia beziehen. Keiner dieser Großhändler erwartete allerdings am Tag der Katastrophe Ware aus Nairobi. 

Einen Tag nach dem Großbrand auf dem Flughafen Jomo Kenyatta in Nairobi hat der BGI Kontakt mit dem Kenya Flower Council (KFC), der kenianischen Botschaft in Berlin sowie seinen kenianischen Ausstellern im BGI Trade Center IPM 2014 aufgenommen. Jane Ngige, die Geschäftsführerin des KFC, teilte dem BGI mit, dass sich die Lage wieder weitgehend beruhigt hat. Noch am Nachmittag des 7. August gingen bereits die ersten Frachtflüge wieder ab Nairobi, darüber hinaus wurde Fracht auch schon wieder mit Passagiermaschinen geflogen.

Jane Ngige schätzt, dass die Verluste sehr gering ausfallen werden. Die möglichen Verluste betreffen vor allem die Farmen, da dort die Ernte vorübergehend eingestellt wurde, bis wieder sicher war, dass geerntete Blumen auch zeitnah per Luftfracht verschickt werden können. Zurzeit ermittelt der KFC noch, ob und in welcher Höhe Verluste eingetreten sind. Ngige geht davon aus, dass auch der Frachtbetrieb auf dem Flughafen Nairobi schon bald wieder im Normalbetrieb laufen wird. Spätestens zur Hochsaison soll die Luftfracht wieder ohne jegliche Einschränkungen funktionieren.

Im Jahr 2012 betrug der Anteil des Warenwertes der aus Drittländern nach Deutschland importierten Schnittrosen 16 Prozent des Gesamtwarenwertes. Der Anteil kenianischer Schnittrosen lag bei 80 Prozent, was einem Anteil von elf Prozent am gesamten Importwert für Schnittrosen auf dem deutschen Markt entspricht. Deutschland ist somit ein wichtiger Markt für die kenianischen Blumenfarmen, was sich auch an der guten Präsenz im BGI Trade Center auf der IPM 2014 zeigen wird. (bgi/ts)