Grüne Branche

BGI und VGB intensivieren Zusammenarbeit: EU-gefördertes Projekt in Vorbereitung

Bereits auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) 2014 hatten der BGI (Verband des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels) und die niederländische VGB (Vereniging van Groothandelaren in Bloemkwekerijprodukten) die Intensivierung ihrer Zusammenarbeit angekündigt. Jetzt steht das erste konkrete Projekt an, unterstützt durch EU-Förderung. 

Bereits auf der IPM 2014 hatten der BGI und die niederländische VGB die Intensivierung ihrer Zusammenarbeit angekündigt. Foto: Messe Essen

Als weltweit eines der größten Konsumländer für Blumen und Pflanzen ist Deutschland der wichtigste Handelspartner für die Niederlande. Vor diesem Hintergrund erscheint es den beiden Verbänden sinnvoll, die Interessen der Branche in beiden Ländern gezielt abzustimmen. „Das wird eine spannende Sache und ist auch für uns wie eine große Wundertüte. Wir wissen bislang noch nicht, was auf uns zukommt, um für die Branche etwas tun zu können; wo die Zusammenarbeit für beide Seiten wirklich Sinn macht. Vielleicht haben die Niederländer ganz andere Ansprüche als wir“, so Thomas Wittenburg, PR-Manager des BGI, gegenüber der TASPO.

Zur Ermittlung der Bedürfnisse wollen BGI und VGB eine erfahrene Marktforschungsagentur beauftragen. Aktuell läuft noch die Angebotsphase, die aber demnächst abgeschlossen wird. Im nächsten Schritt wird die beauftragte Agentur dann Großhändler sowie Im- und Exporteure in Deutschland und den Niederlanden befragen. Die Auswertung der Ergebnisse dieser Marktforschung wird für spätestens Herbst 2014 erwartet. Ziel ist, die Branche auf beiden Seiten der Grenze zielgerichtet zu stärken. „Wir werden eine Rangliste erstellen, was am meisten gewünscht ist und dann 2015 mit der Umsetzung beginnen“, sagt Wittenburg.

Die Euregio Rhein-Waal begrüßte das gemeinsame Projekt von BGI und VGB als eine wichtige Maßnahme zur Stärkung des Gartenbaues und hat die Förderung aus EU-Mitteln genehmigt. BGI-Geschäftsführer Frank Zeiler betont: „Es macht heutzutage wenig Sinn, eindimensional zu denken und zu handeln – besonders hier in der Grenzregion zu den Niederlanden. Mit der im Januar angekündigten intensivierten Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Freunden können wir nun gemeinsame Interessen besser erkennen und vor allem auch gemeinsam handeln. Wir freuen uns daher, dass unsere Initiative von der Euregio Rhein-Waal gefördert wird.“

Zeilers niederländischer Kollege Robert Roodenburg, Geschäftsführer der VGB, ergänzt: „Die Zeiten, in denen sich Deutsche und Niederländer als Konkurrenten argwöhnisch gegenüberstanden, sind zum Glück vorbei. Beide Seiten haben erkannt, dass die Zukunft nur durch gezielte und vertrauensvolle Zusammenarbeit gestaltet werden kann.“ (ts)