Grüne Branche

BGL: 2,5 Prozent Umsatzplus 2006

Trotz der mehr als drei verlorenen Monate durch den strengen Winter im vergangenen Jahr setzte die GaLaBau-Branche fast 2,5 Prozent mehr um. Ein erstaunlich gutes Ergebnis, so Hanns-Jürgen Redeker, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), bei einer Pressekonferenz des Verbandes am Dienstag in Bonn. Und noch zufriedener blickt er auf die ersten Monate des Jahres 2007. Der Gesamtumsatz der Branche lag 2006 bei rund 4,35 Millarden Euro, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 2,46 Prozent. Doch nicht überall im Land fielen die Ergebnisse erfreulich aus. So lag das Umsatzplus in Westdeutschland eher bei 2,9 Prozent, im Osten jedoch gingen die Umsätze deutlich zurück, Berlin mit minus 17 Prozent. Die positive Umsatzentwicklung insgesamt stützt sich vor allem weiterhin auf den Privatgartenbereich. Private Aufträge machen mittlerweile 46,37 Prozent vom Gesamtkuchen aus. Die vor fünf Jahren begonnene Imagekampagne zeige zweifellos ihre erfolgreiche Wirkung, sagte Redeker. Auch höhere Preise lassen sich momentan nur bei den Privatkunden durchsetzen. In den übrigen Bereichen, öffentliche und gewerbliche Auftraggeber bleiben die Preise weiter unauskömmlich. Weitere Gründe sieht er in den allgemeinen positiven Wirtschaftsprognosen, die sich jetzt endlich auch in einem leichten Aufwind für die grüne Branche widerspiegeln. Vor allem in diesem Jahr konnten die GaLaBau-Betriebe dank des milden Winters durcharbeiten. Die ersten drei Monate bescherten ein Plus von 35 Prozent, natürlich verglichen mit dem schneereichen Jahresbeginn 2006. Aber auch die wachsende Nachfrage nach Grün beschert gefüllte Auftragsbücher. Und so geht Redeker von einem insgesamt guten Jahr 2007 aus, wagt aber aufgrund der Unbeständigkeit des Wetters nur eine Prognose von plus zwei Prozent. Erwartet wird vor allem auch eine deutliche Besserung bei den öffentlichen Auftraggebern. Die Kassen der öffentlichen Hand sind wieder gefüllt, die Landschaftsarchitekten verzeichnen bereits mehr Aufträge und Grünflächenpflege wird von den Gemeinden wieder als wichtiger Imagefaktor erkannt. Weiterhin gestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der GaLaBau-Betriebe mit jetzt 13343 Unternehmen. Für die immer noch rasant wachsenden Neugründungen der Klein- und Kleinstunternehmen macht BGL-Hauptgeschäftsführer Dr. Hermann J. Kurth die Insolvenzen größerer GaLaBau-Betriebe der vergangenen Jahre verantwortlich. Aktuell sind die Insolvenzen weiter zurückgegangen, auf 145 im Jahr 2006. Die Quote der Branche liegt damit bei 1,09 Prozent insgesamt, bei den BGL-Mitgliedsbetrieben fiel sie auf nur noch 0,34 Prozent.