Grüne Branche

BGL-Geschäftsbericht 2004: Mehr Betriebe setzen immer weniger um

Die Umsätze gehen weiter zurück, auch die Zahl der Beschäftigten ist weiter gesunken. Die Anzahl der Betriebe steigt, die Insolvenzen ebenfalls. Damit setzte sich der Trend auch im vergangenen Geschäftsjahr fort. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) stellte die wirtschaftlichen Daten bei seiner Jahrespressekonferenz vergangene Woche in Bonn vor. Die Umsätze im GaLaBau haben in 2004 wiederum das Niveau von 1997 erreicht. Der Gesamtumsatz der Branche lag damit bei 4,36 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr sind das noch einmal 1,36 Prozent weniger. „Ein Rückgang zwar, aber nicht so schlimm, wie befürchtet“, sagte BGL-Präsident Werner Küsters, „immerhin noch positiver als die Umsatzentwicklung im Bauhauptgewerbe.“ Gleichzeitig steigt die Zahl der Betriebe im GaLaBau weiter an um 1,96 Prozent auf jetzt 12561 Unternehmen. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 waren es noch 5400 Betriebe. Leicht zulegen konnte diesmal auch wieder die Zahl der Mitgliedsbetriebe. Insgesamt sind es jetzt 2876 Mitglieds-Unternehmen im BGL. Dagegen weiterhin gesunken ist die Gesamtzahl der Beschäftigten. Sie ging von 85471 auf 83809 Personen zurück. Hier zeigt sich die Entwicklung, dass aus größeren Betrieben kleine Einheiten entstehen, kleine und Kleinstbetriebe mit wenigen Angestellten und insgesamt geringeren Umsätzen. Gleichzeitig ist die Insolvenzquote im GaLaBau auf Rekordniveau gestiegen. 2004 lag sie mit 1,93 Prozent so hoch wie noch nie. Erfreulich daran ist, dass die Mitgliedsbetriebe nur 1,25 Prozent und damit ein deutlich geringeres Niveau erreichen, sagte Küsters. Nicht-Mitglieder alleine gerechnet erreichen eine Quote von 2,12 Prozent.