Grüne Branche

Bienensterben in Leverkusen: Testergebnisse

Das Julius Kühn-Institut machte einen Wirkstoff aus der Gruppe der Neonicotinoide für das Bienensterben in Hitdorf und Rheindorf neben Leverkusen verantwortlich. Hier waren vor zwei Wochen über eine Million Bienen verendet, 20 bis 30 Bienenvölker waren betroffen, die sechs Imkern gehören, berichten die Lokalmedien. 

Die Ermittlungen leiten der Pflanzenschutzdienst Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen des Julius Kühn-Institutes. Sie informierten vorige Woche, dass die Bienen das Insektizid Clothianidin aus der Gruppe der Neonicotinoide aufgenommen haben.

Dagegen fehlen aber Erkenntnisse, ob von einem Feld und auf welchem Weg das Mittel in die Umwelt gelangt ist. Laut Landwirtschaftskammer NRW waren bisher alle Proben negativ, ein Ergebnis stehe noch aus. Das Mittel könne daher „illegal, aus Dummheit oder durch einen Unfall“ in die Umwelt gelangt sein.

Neonicotinoide seien nicht verboten, ihre Anwendung sei aber strengen Regeln unterworfen. Sie dürfen nicht während der Blüte gespritzt werden, denn dann sei das Gift gefährlich für alle Pollen sammelnden Insekten, also auch für Bienen. Nach Vorschrift angewendet, sei ein Bienensterben wie in Rheindorf nicht möglich. (fri)