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Bildergalerie: Schnittrosen-Produktion bei Aleia Roses

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Rund 250 Kilometer nordöstlich von Madrid steht die „Wiege“ von ‘Red Naomi’. Rund 40 Millionen Stiele der roten Schnittrose produziert der erst 2016 entstandene Betrieb Aleia Roses pro Jahr in der nordspanischen Provinz – auf 14 Hektar Gewächshausfläche und mit viel Technologie und Know-how. Wir haben uns das Unternehmen genauer angeschaut.

Ziel: Besonders schöne und haltbare Premium-Rosen

Besonders schöne und haltbare Premium-Rosen nachhaltig zu produzieren: So lautet das Ziel des 2016 für eine Investitionssumme von über 50 Millionen Euro neu entstandenen Schnittrosen-Betriebs. Der spanische Unternehmer und Eigentümer von Aleia Roses, Luis Corella Arroquia, hatte zuvor in Mexiko Tomaten produziert.

2013 wurde das Konzept entwickelt, es folgte die Suche nach dem perfekten Standort für die Rosen-Produktion. Der Bau des Gewächshauses begann im August 2015, das Gelände für eine Erweiterung ist vorhanden. Im September 2016 wurden die ersten Pflanzen der roten, großblütigen Sorte ‘Red Naomi’ (Züchter: Schreurs) gesetzt.

Drei Marken von Aleia Roses

Die 180 Kilometer langen Reihen sind mit etwa einer Million Rosen bepflanzt. Die Jahresproduktion beziffert Dirk Hogervorst, Geschäftsführer von Aleia Roses, auf rund 40 Millionen Stiele. Das entspricht rund 300 Stielen pro Quadratmeter, täglich seien es etwa 100.000 Stiele.

Aleia Roses bietet drei Marken an, die sich unter anderem in der Blütengröße unterscheiden. Die Vermarktung begann im April 2017 mit der Zweitmarke Reia. Im November 2017 kam die Qualitätsstufe Aleia auf den Markt, im Januar 2019 folgte die Premium-Sortierung Aleia Máxima. Letztere ist mit 60, 70, 80 und 90 Zentimeter Stiellänge verfügbar, Aleia mit 60 bis 90 Zentimeter und Reia mit 50 bis 90 Zentimeter Stiellänge. Neben ‘Red Naomi’ werden weitere Sorten getestet.

Schnittrosen-Ernte zweimal täglich

Technologie und Know-how kommen aus den Niederlanden. Unter anderem war die Universität Wageningen beratend tätig. Das Gewächshaus mit diffusem Antireflex-Glas wurde von Dalsem Horticultural Projects errichtet. Zwei Schirme und ein Fog-System schaffen beste Bedingungen, erklärt Sergio Moreno Martínez, Produktionsleiter bei Aleia Roses.

Im Betrieb sind etwa 160 Personen tätig. Geerntet wird zweimal täglich an allen Tagen. Zwei Sortier- und Bündelmaschinen von Bercomex sorgen für uniforme Bunde. Die fertigen Bunde werden maschinell eingetütet und per Hand kontrolliert.

Nur jede zehnte ‘Red Naomi’ bleibt in Spanien

Täglich fahren zwei bis drei Lkw in rund 19 Stunden nach Aalsmeer. Die Rosen stehen dabei gekühlt auf Wasser und sollen zwölf bis 14 Tage halten. Die Rosen werden zu etwa 60 Prozent an der Uhr verkauft, ansonsten direkt. Etwa zehn Prozent bleiben im Inland.

Mehr zur Schnittrosen-Produktion bei Aleia Roses lesen Sie in der TASPO 16/2019 sowie in der Gärtnerbörse 06/2019, die am 1. Juni erscheint.