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Bio-Gärtnerei von Wirbelwind verwüstet

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Ein Wirbelwind hat eine Bio-Gärtnerei im oberbayerischen Bad Heilbrunn verwüstet. Das plötzlich auftretende Wetterphänomen – ein sogenannter Staubteufel – zerstörte unter anderem die Scheiben eines Gewächshauses und verursachte Schäden in fünfstelliger Höhe, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Durch herabfallendes Glas wurde zudem eine Mitarbeiterin der Gärtnerei verletzt.

Der Wirbelwind hat in der Bio-Gärtnerei unter anderem die Scheiben eines Glashauses zerstört. Foto: Gartenbau-Versicherung

Wirbelwind nimmt rasch an Größe zu und „wandert“ zur Bio-Gärtnerei

Entstanden war der einem Tornado ähnliche „Dust devil“ am Montagnachmittag durch den von der Sonne aufgeheizten Sandboden. Der Kleinwirbel, den die Bio-Gärtner dem Bericht der Süddeutschen zufolge von einem Feld vor den Gewächshäusern aus beobachteten, nahm demnach rasch an Größe zu und „wanderte“ auf das Gelände der Bio-Gärtnerei.

Dort angekommen, riss er laut dem Blatt zunächst die Folie von einem der Gewächshäuser ab und warf sie auf das Glashaus, wodurch zahlreiche Scheiben zerstört wurden. Die zu diesem Zeitpunkt im Glashaus arbeitenden Beschäftigten der Bio-Gärtnerei konnten sich zwar alle in Sicherheit bringen, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Eine neue Mitarbeiterin allerdings bekam von dem herabfallenden Glas einen Schnitt am Ohr, der im Krankenhaus versorgt werden musste.

Bio-Gärtnerei hat von Wirbelwind zerstörtes Glashaus erst vor wenigen Monaten gekauft

Wie die Süddeutsche Zeitung weiter schreibt, hatte die Bio-Gärtnerei das jetzt zerstörte Glashaus erst im vergangenen September angeschafft, um darin Gemüsejungpflanzen und Bio-Zierpflanzen zu züchten. In rund zwei Wochen sollte zudem erstmals der Verkauf ab Hof starten. Der ist nun allerdings in Gefahr, da den Gärtnern zufolge in dem kaputten Glashaus temperaturempfindliche Kulturen wie Tomaten und verschiedene Kräuter wachsen.

Die Höhe des Schadens, der bei dem Wirbelwind entstanden ist, lässt sich dem Bericht zufolge derzeit noch nicht genau benennen. Nach ersten Schätzungen der Gartenbau-Versicherung bewegt er sich jedoch im fünfstelligen Bereich.