Grüne Branche

Bio-Zierpflanzen und Bio-Kräuter nachhaltig anbauen

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Der Markt für Bio-Zierpflanzen ist im Aufwind. Perspektiven für die Branche wurden bei der Bio-Zierpflanzen- und Kräuter-Tagung aufgezeigt, die in diesem Jahr erstmals mit Beteiligung der Fördergemeinschaft ökologischer Zier- und Gartenpflanzen (föga) stattfand.

Immer mehr Gärtner an Bio-Umstellung interessiert

Eine weitere Besonderheit: Am Tagungsort selbst, der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Heidelberg, gibt es seit Juni 2019 im Topfbereich eine bio-zertifizierte Gewächshaus-Einheit. Dass sich immer mehr Gärtner für eine Bio-Umstellung interessieren, zeige allein die positive Resonanz, sagte Andrea Frankenberg von der Bioland Beratung, die das Projekt Bio-Zierpflanzen koordiniert: „Mit rund 170 Tagungsgästen und 28 Ausstellern wurde hier abermals ein Rekord erreicht. Umso wichtiger ist es, die Arbeit des Bio-Zierpflanzen-Netzwerks fortzusetzen.“

Ende März 2020 endet das Projekt Bio-Zierpflanzen, das mit Mitteln des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) Ende 2011 ins Leben gerufen wurde. Wie es mit dem Netzwerk der Bio-Zierpflanzen-Erzeuger weitergeht, erläuterten Tanja Dworschak vom KräuterGut in Nürnberg und Herbert Vinken von der Gärtnerei herb‘s in Dötlingen-Nuttel. Beide engagieren sich im Vorstand der föga und gründeten mit fünf weiteren Bio-Gärtnern vor einem Jahr den Verein.

föga will Bio-Gartenbau in Praxis und Theorie voranbringen

Aktuell zählt die föga 50 Mitglieder. Erster Vorsitzender ist Herbert Vinken, zweiter Vorsitzender Swen Rankers von LaBio in Straelen und dritte Vorsitzende Tanja Dworschak. Vereinsziel sei die Vernetzung der Akteure, um den biologischen Gartenbau in Praxis und Theorie voranzubringen, so  Tanja Dworschak. Dabei komme der föga zugute, dass sie bestens vernetzt ist mit Bio-Erzeugern, Händlern und Zulieferern sowie mit Akteuren aus Forschung, Lehre und Ausbildung.

Seit seiner Gründung hat der Verein bereits vieles auf den Weg gebracht: Neben einem Vereinslogo wurde ein Flyer erstellt, der bereits bei der Internationalen Pflanzenmesse (IPM), der BioFach sowie bei weiteren Veranstaltungen sehr gut verbreitet wurde. Im August gab es eine Exkursion der föga im Rahmen des Projekts Bio-Zierpflanzen nach Bayern und Südtirol. Und Anfang Oktober fand die erste Mitgliederversammlung in der LVG Heidelberg statt.

Weitere Gärtner aus deutschsprachigem Raum gesucht

„Unser Verein lebt davon, dass sich möglichst viele einbringen. Daher sucht die föga noch Gärtner aus dem deutschsprachigen Raum, die neben ihrer Teilnahme an Veranstaltungen bereit sind, sich zusätzlich zu engagieren, zum Beispiel bei Vorträgen und Betriebsbesuchen, in Themenarbeitskreisen oder beim Erarbeiten einzelner Kapitel einer Wissens-Datenbank.“ Wer Kräuter, Stauden und Zierpflanzen, Schnittblumen oder Baumschulware in Gewächshaus- und Freiland-Qualität ökologisch anbaut, ist herzlich willkommen.

Stimmberechtigte Vollmitglieder können aktive Profi-Bio-Gärtner werden, Zulieferfirmen und konventionelle Betriebe können als Fördermitglied an allen Aktivitäten des Vereins teilnehmen, Wissen und Ideen einbringen und von den erarbeiteten Inhalten und Kontakten profitieren. Wer bis Ende dieses Jahres beitritt, zahlt den vergünstigten Mitgliedsbeitrag von 150 Euro pro Jahr, bei Eintritt ab 2020 zahlen Neumitglieder jährlich 250 Euro. Ansprechpartner für die föga sind aktuell Andrea Frankenberg und Klaus Bongartz.

Mehr zur diesjährigen Bio-Zierpflanzen- und Kräuter-Tagung und den dort vorgestellten Ergebnissen von Praxistests mit vinassefreien Flüssigdüngern und verschiedenen abbaubaren Töpfen lesen Sie in der TASPO 45/2019, die in unserem Online-Shop abrufbar ist.