Grüne Branche

Bio-Zierpflanzenbau ist nicht auf Rosen gebettet

146 Zierpflanzen- und Staudengärtnereien sowie 44 Baumschulen arbeiten in Deutschland nach Vorgaben des ökologischen Landbaus und haben ihre Flächen entsprechend umgestellt. Viele kämpfen aufgrund geringer Einkommen ums Überleben, war am 6./7. Juli beim Zierpflanzen- und Baumschul-Seminar für Bio-Betriebe zu erfahren. Größere Probleme gebe es hinsichtlich der Beschaffung von Produktionsmitteln, Bio-Vermehrungsmaterial und beim Absatz. Da kein Großhandel für Bio-Zierpflanzen besteht, setzen die betreffenden Betriebe fast nur direkt an Verbraucher ab und haben hohe Absatzkosten. Dies vergrößert zugleich die – verglichen mit konventionellen Betrieben – höhere Arbeitsbelastung.Gerade der Bio-Zierpflanzenbau ist durch teils sehr kleine Betriebe geprägt. Lediglich 40 Prozent erwirtschaften über 75 Prozent des Familieneinkommens aus dem Gartenbau. Im Gegensatz zur Situation bei den Nahrungsprodukten wird die Eigenschaft „Bio“ bei Zierpflanzen von Verbrauchern nicht besonders honoriert; höhere Preise sind nur für nachweisbar bessere Eigenschaften durchsetzbar.