Grüne Branche

Biogasanlagen: GaLaBau macht ordentlich Strom

Das möchte sich kein GaLaBau-Betrieb entgehen lassen: Wer schon kein Windrad auf seinem Betriebshof stehen hat, will wenigstens aus seinen Grünabfällen kostbaren Strom machen oder machen lassen. Die Resonanz auf die geplanten Biogasanlagen für GaLaBau-Betriebe ist jedenfalls riesig groß, berichtete der Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) Hanns-Jürgen Redeker auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes.

Kein Wunder, wenn schon der Rasenschnitt des Münchner Flughafens für eine Biogasanlage ausreicht. Die Mahd, die sonst in die Kompostierung wanderte, geht jetzt in den Fermenter, der Strom wird garantiert für zwanzig Jahre abgenommen und die Abwärme zu verkaufen, kann dann noch das I-Tüpfelchen fürs Geschäft werden.

Redeker geht von 20 bis 25 Planungsvorhaben noch in diesem Jahr aus. 50 Biogasanlagen wollen sie in der ersten Stufe bauen. Planungs- und Bauphase dauern etwa sechs bis acht Monate, so dass Anfang 2008 die ersten Anlagen laufen und Strom ins Netz abgeben können. Bundesweit sind mehr als 100 GaLaBau-Unternehmen ernsthaft interessiert, sie können entweder eine Anlage selber betreiben oder sich beteiligen und die Rohstoffe liefern. Eine Biogasanlage kostet etwa 2,5 Millionen Euro, eine Beteiligung mit Eigenkapital von 200000 Euro ist notwendig. Mit dabei in der Unternehmung sind die GaLaBauEnergy Aktiengesellschaft mit Sitz in Freising, die GaLaBau-Service GmbH in Bad Honnef und die BioFerm GmbH in Waldmünchen. Letzterer hat ein Trockenfermentierungs-Verfahren entwickelt, womit der Brennstoff Methangas gewonnen wird. In den GaLaBau-Betrieben fallen jährlich mehrere 100000 Tonnen Grünrückschnitt an.