Grüne Branche

BKN Strobel: Rettung gescheitert

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Die insolvente Baumschule BKN Strobel steht angeblich vor dem endgültigen Aus. Wie das Hamburger Abendblatt in seiner heutigen Ausgabe berichtet, ist die Rettung des Traditionsunternehmens gescheitert und der Geschäftsbetrieb von BKN Strobel eingestellt.

Bei BKN Strobel gehen einem Bericht des Hamburger Abendblatts zufolge endgültig die Lichter aus. Foto: BKN Strobel

Kündigung für verbliebene Mitarbeiter von BKN Strobel

Wie das Blatt weiter schreibt, haben die verbliebenen 82 Mitarbeiter des mehrfachen TASPO Award-Gewinners – unter anderem als „Baumschule des Jahres“ – bereits die Kündigung erhalten. Dabei konnte dem Bericht zufolge nicht zuletzt dank des Einsatzwillens der Mitarbeiter der Geschäftsbetrieb bei BKN Strobel nach der Insolvenzanmeldung aufrechterhalten werden.

Auch Gespräche mit möglichen Investoren ließen dem Hamburger Abendblatt zufolge zunächst auf eine Rettung des seit 89 Jahren am Markt befindlichen Unternehmens hoffen. Jedoch konnte sich laut Insolvenzverwalterin Jennie Best am Ende keiner der potenziellen Interessen für den Kauf der BKN-Gesellschaften entscheiden, wie das Blatt schreibt.

Endgültiges Aus von BKN Strobel schockt Baumschulregion

Das endgültige Aus von BKN Strobel habe demnach auch in der Branche für niedergeschlagene Stimmung gesorgt. „Für die Baumschulregion ist das eine sehr betrübliche Nachricht. BKN Strobel war ein Vorzeigebetrieb, ein nationaler Händler, der viel Ware aus der Region herausgehandelt hat“, wird Frank Schoppa, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB), vom Hamburger Abendblatt zitiert. Inwieweit andere Baumschulen indirekt durch das Aus von BKN Strobel betroffen seien, sei noch unklar.

Nachdem die Insolvenzverwalterin im vergangenen Dezember Masseunzulänglichkeit angemeldet hatte, ist dem Blatt zufolge inzwischen wieder Masse vorhanden. Demnach wurden die Grundstücke der BKN-Gruppe inklusive des Firmensitzes, das bewegliche Anlagevermögen sowie die restlichen Warenbestände an verschiedene Abnehmer verkauft. Zudem habe auch der Großteil des noch vorhandenen Auftragsbestands veräußert werden können.

BKN-Geschäftsführer Steinmeyer: keine Fortführung des Betriebes

Wie BKN-Geschäftsführer Hajo Steinmeyer auf Anfrage der TASPO bestätigte, erfolgte der Verkauf stückweise. Grund und Boden wurde mitsamt der Gebäude und Anlagen verkauft – an einen Investor, der nicht aus der grünen Branche kommt. Das bewegliche Anlagevermögen und der Warenbestand wurden jeweils an unterschiedliche Investoren verkauft. Eine Fortführung des Betriebes BKN Strobel werde es laut Steinmeyer nicht geben.

Als Ursache für die finanzielle Schieflage hatte BKN Strobel vor allem die Insolvenzen von Praktiker und Max Bahr angeführt. Als Hauptlieferant der beiden großen Baumarktketten entstanden der Baumschule erhebliche Verluste. Als Konsequenz hatte BKN Strobel im vergangenen September Insolvenz beim Amtsgericht Pinneberg angemeldet.