Grüne Branche

Blattfleckenpilze

Pflanzenschutztipps für den Endverkauf
Witterungsbedingt, durch hohe Niederschläge zusammen mit einer hohen relativen Luftfeuchte, haben verschiedene Blattfleckenpilze jetzt optimale Entwicklungsbedingungen. Dazu gehören unter anderem die Rostpilze. Ein Befall ist relativ einfach zu erkennen: blattunterseits mehr oder weniger große, mit dem bloßen Auge sichtbare Höcker, die zumeist hell- oder dunkelbraun gefärbt sind, aus denen die braunen Pilzsporen heraustreten.

Die Verbreitung erfolgt durch Wind. Für ihre volle Entwicklung müssen einige Rostpilze die Pflanzenarten wechseln: Johannisbeersäulenrost (Zwischenwirt Weymouthskiefer), Birnengitterrost (Zwischenwirte: Juniperussabina, J. chinensis, J. virginiana). Das macht die Bekämpfung schwieriger.

Für den Haus- und Kleingarten von Bedeutung sind Birnengitterrost, Bohnenrost, Brombeerrost (Foto), Fuchsienrost, Johannisbeersäulenrost, Malven- oder Stockrosenrost, Pelargonienrost, Porreerost, Rosenrost, Mahonienrost. Eine wirksame Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln ist nur vorbeugend möglich. Im Haus- und Kleingarten zugelassen sind beispielsweise die Wirkstoffe Tebuconazol, Myclobutanin Azoxystrobin, Metiram, Kupferoktanoat, Triticonazol.

Kurt Henseler
Der Pflanzendoc.


Weitere Pflanzenschutztipps finden Sie in Ausgabe 09/2014 Deutsche Baumschule.


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