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Blaulicht-Report: Bußgelder wegen illegaler Preisabsprachen

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Das Bundeskartellamt hat gegen mehrere Großhändler von Pflanzenschutzmitteln Bußgelder verhängt. Grund dafür seien illegale Preisabsprachen der Unternehmen. In Berlin Pankow krachte eine 74-Jährige mit ihrem Auto in die Fassade eines Gartenmarktes. Unbekannte randalieren auf dem Parkplatz eines Gartencenters in Hannover. In Nördlingen stahlen noch Unbekannte Blumen von einem Urnengrab.

Ermittlungen gegen Großhändler von Pflanzenschutzmitteln führten aufgrund illegaler Preisabsprachen zu hohen Geldstrafen. Foto: Pixabay

Bundeskartellamt verhängt Bußgelder in Höhe von 154,6 Millionen Euro

Das Bundeskartellamt hat Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 154,6 Millionen Euro gegen sieben Großhändler von Pflanzenschutzmitteln verhängt. Laut Mitteilung haben die betroffenen Unternehmen seit Ende der 1990er Jahre bis zu den Ermittlungen und Durchsuchungen im Jahre 2015 Absprachen über Preislisten, Rabatte und einige Einzelpreise beim Verkauf an Einzelhändler und Endkunden in Deutschland getroffen. Bußgelder wurden verhängt gegen die AGRAVIS Raiffeisen AG, Hannover/Münster, die AGRO Agrargroßhandel GmbH & Co. KG, Holdorf, die BayWa AG, München, die BSL Betriebsmittel Service Logistik GmbH & Co. KG, Kiel, die Getreide AG, Hamburg, die Raiffeisen Waren GmbH, Kassel, und die ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe. Gegen zwei weitere Unternehmen wird noch ermittelt.

„Unsere Ermittlungen haben gezeigt, dass die Unternehmen seit dem Jahr 1998 bis zum Zeitpunkt unserer Durchsuchung im März 2015 jeweils im Frühjahr und Herbst ihre Preislisten für Pflanzenschutzmittel miteinander abgestimmt haben. Grundlage der Abstimmung war eine gemeinsame Kalkulation der Großhändler, die weitgehend einheitliche Preislisten für Einzelhändler und Endkunden zur Folge hatte. Vor allem in den ersten Jahren übernahmen einige Unternehmen die abgestimmte Preisliste einfach für die eigene Preissetzung, indem sie faktisch nur noch ihr Firmenlogo über die fertige Liste setzten“, erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

Berlin-Pankow: 74-Jährige kracht mit Auto in Gartencenter

Eine 74-Jährige Fahrerin eines Pkws ist vergangenen Donnerstag gegen Nachmittag Pankow von der Straße abgekommen und in ein Gartencenter gekracht. Die Frau streifte aus bislang noch unbekannten Gründen gegen 16.30 Uhr ein am Fahrbahnrand geparktes Auto, als sie auf dem Kalvinistenweg in Richtung Cunistraße unterwegs war. Sie setzte ihre Fahrt allerdings fort und rammte einen ebenfalls geparkten Transporter, ehe sie anschließend den Zaun eines Gartencenters durchbrach und vor dem Geschäft stehende Verkaufstische rammte. Anschließend krachte die Fahrerin gegen die Fassade des Gartenmarktes und musste aus dem Auto geborgen werden. Sie kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus. Kurios an der Geschichte, erst tags zuvor fuhr eine 81-Jährige aus noch ungeklärten Gründen gegen die Fassade eines in der Nähe gelegenen Supermarktes und starb noch am Unfallort.

Vandalismus am Einkaufswagen-Unterstand

In der Nacht von Samstag auf Sonntag der vergangenen Woche randalierten noch Unbekannte auf dem Parkplatz des Gartencenters Stanze in Hemmingen-Westerfeld. Dabei zertrümmerten die Täter die Kunststoffscheiben der Unterstand-Häuschen für die Einkaufswagen zerstört. Die Polizei bittet um Hilfe und Hinweise von Zeugen.

Wiederholter Blumen-Diebstahl von Urnengrab

Ebenfalls noch unbekannt sei ein Täter in Nördlingen nahe Augsburg. Dieser habe in den vergangenen Wochen wiederholt den Blumenschmuck eines Urnengrabes am Friedhof an der Bozener Straße in Nördlingen gestohlen. Dabei machte der Täter offenbar keinen Unterschied zwischen frischen und Kunststoffblumen. Auch hier bittet die Polizei Zeugen, die in Reihe 62 Verdächtiges wahrgenommen haben, um Hinweise.