Blaulicht-Report: Gemüseproduzent wegen Ausbeutung verhaftet

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Pflanzenschutzmittel-Diebe, Einbrüche in Gartenbau-Betriebe und ein dreister Grabschmuckräuber beschäftigten unter anderem die Polizei in den vergangenen Wochen. Symbolbild: Markus Spiske/Pexels

In Finnland wurde ein Gemüseproduzent festgenommen, der in versuchten Menschenhandel verwickelt sein soll. Rund eine halbe Million Euro Sachschaden ist bei einem Brand in einer Gärtnerei in Bremervörde entstanden. In Norddeutschland wurden mehrere tausend Liter Pflanzenschutzmittel gestohlen. Und in NRW überführt eine Frau mittels moderner Technik einen dreisten Grabschmuckräuber.

Kleingärtner tappt auf Friedhof in die GPS-Falle

Bereits mehrfach wurde in der Vergangenheit die Osterdekoration vom Grab des verstorbenen Mannes einer 65-Jährigen aus Herne gestohlen. Medienberichten zufolge stellte die Nordrhein-Westfälin dem Dieb deshalb in diesem Jahr eine raffinierte Falle, indem sie einen Deko-Hasen mit einem GPS-Sender ausstattete. Als die Tonfigur am Ostersonntag tatsächlich vom Grab ihres Mannes verschwand, konnte sie ihn mittels einer App in einer Kleingartenanlage in der Nähe des Friedhofs aufspüren. Die Polizei stellte das Diebesgut daraufhin bei einem 72-jährigen Schrebergärtner sicher und brachte ihn der bestohlenen Witwe zurück, die Strafanzeige gegen den Grabschmuckräuber erstattete.

Jugendliche brechen in Edewechter Baumschule ein

Am Ostermontagmorgen wurden der Polizei zwei herrenlos auf dem Gelände einer Edewechter Baumschule herumliegende Fahrräder gemeldet, zudem meldete ein Zeuge, er habe zwei Jugendliche von dort wegrennen sehen. Wie die weiteren Ermittlungen der Beamten ergaben, waren die schätzungsweise zwischen zwölf und 15 Jahre alten Besitzer der Fahrräder in die Baumschule eingedrungen, um mehrere Pflanzen zu stehlen. Am Tatort wurden laut Polizeibericht zudem Reste von zerstörten Pflanzen samt Kübeln gefunden. Jetzt hofft die Polizei in Bad Zwischenahn auf Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen.

Pflanzenschutzmittel-Diebe in Norddeutschland unterwegs

Mehrere tausend Liter Pflanzenschutzmittel wurden bei diversen Einbrüchen in Norddeutschland gestohlen. Im niedersächsischen Müden etwa brachen unbekannte Täter in der Nacht vom 6. auf den 7. April in das Warenlager des Raiffeisenmarktes ein und entwendeten zielgerichtet verschiedene Pflanzenschutzmittel im Wert von insgesamt rund 35.000 Euro. Um ihre Beute abzutransportieren, müssen die Diebe mit mindestens einem größeren oder sogar mehreren Fahrzeugen unterwegs gewesen sein, vermutet die zuständige Polizei.

Ebenfalls in der Nacht zum 7. April kam es zu einem Einbruchdiebstahl in Mecklenburg-Vorpommern, wo bislang unbekannte Täter laut Polizeibericht gewaltsam in die Lagerhalle eines Agrarbetriebs in Grimmen eindrangen. Gestohlen wurden demnach Pflanzenschutzmittel im Wert von schätzungsweise rund 50.000 Euro.

Bereits Ende März wurden im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg insgesamt 2.240 Liter Pflanzenschutzmittel gestohlen, wie die zuständige Polizei mitteilt. Dazu verschafften sich die noch unbekannten Täter gewaltsam Zutritt zur Lagerhalle eines Großhändlers für Landbedarf. Die Schadenshöhe in diesem laut Polizei besonders schweren Fall des Diebstahls wird auf eine Summe im oberen fünfstelligen Bereich beziffert.

Brand in Gärtnerei hinterlässt Schaden in sechsstelliger Höhe

In der Lagerhalle einer Gärtnerei im niedersächsischen Bremervörde (Landkreis Rotenburg) ist in der Nacht zum 14. April aus noch unbekannten Gründen ein Feuer ausgebrochen, berichtet unter anderem der NDR. Bei dem Brand wurden demnach zwei Traktoren, ein Bagger und eine Photovoltaik-Anlage beschädigt. Die Flammen in dem Gerätehaus konnten gelöscht werden, verletzt wurde laut Polizeibericht niemand. Allerdings entstand durch das Feuer ein hoher Sachschaden, der sich auf rund 500.000 Euro belaufen soll, wie es heißt.

Palmen, Bargeld und Transporter aus Gärtnereien gestohlen

Bargeld und einen weißen Kleintransporter stahlen Unbekannte Medienberichten zufolge in der Nacht vom 8. auf den 9. April auf dem Gelände einer Gärtnerei zwischen Neuwarmbüchen und Isernhagen. Dazu hebelten die Diebe die Eingangstür auf und durchsuchten die Räume, wie es heißt.

Auf mehrere Palmen hatten es dagegen Einbrecher in einer Gärtnerei in Mainz-Kastel abgesehen. Wie das Polizeipräsidium Westhessen meldet, verschafften sich die noch unbekannten Täter in der Nacht vom 18. auf den 19. April gewaltsam Zutritt zu dem umfriedeten Außengelände des Gartenbau-Betriebs. Dort stahlen sie insgesamt 28 Hanfpalmen im Gesamtwert von über 4.000 Euro, die laut Polizei vermutlich mit einem Transporter oder Pick-up weggeschafft wurden.

Gurkenproduzent wegen Menschenhandel und Ausbeutung festgenommen

Weil er vietnamesische Arbeitskräfte ausgebeutet haben soll, ist ein finnischer Gartenbau-Unternehmer Anfang April in Närpes verhaftet worden. Medienberichten zufolge besteht gegen den Unternehmer, der einer der größten Gurkenproduzenten Finnlands sein soll, zudem der Verdacht des versuchten Menschenhandels. Demnach war im Januar bekannt geworden, dass über einen längeren Zeitraum immer wieder Arbeitskräfte aus Vietnam von einem vietnamesischen Mittelsmann für eine Summe von 10.000 bis 20.000 Euro pro Person nach Finnland eingeschleust worden seien. Dort seien die vietnamesischen Arbeiter dann gezwungen worden, 15 Stunden pro Tag zu arbeiten – unter anderem in den Gewächshäusern des Gurkenproduzenten. Die Ermittlungen gegen den finnischen Gartenbau-Unternehmer dauern an.

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