Grüne Branche

Blaulicht-Report: Glyphosat-Anschlag, Landschaftsgärtner als Serienkiller

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In Westerbeck setzt ein Unbekannter das Grünschnitt-Lager einer Gärtnerei in Brand. Nach einer Verpuffung brennt es in der Torfmühle des Euflor Humuswerks. In Bayern wird ein Weihnachtsbaum-Produzent Opfer eines Glyphosat-Anschlags. Und in Toronto steht ein Landschaftsgärtner unter mehrfachem Mordverdacht.

In Niedersachsen ging der Polizei ein mutmaßlicher Brandstifter ins Netz, in Kanada ermitteln die Beamten gegen Landschaftsgärtner, der mehrere Männer umgebracht haben soll. Foto: Pixabay

Glyphosat-Anschlag auf Weihnachtsbäume

Tatwaffe Glyphosat: Im bayerischen Großmehring hat ein Unbekannter rund 300 Nordmanntannen eines lokalen Christbaum-Produzenten stark beschädigt – wahrscheinlich durch gezieltes Besprühen mit dem Totalherbizid. Die eigentliche Tat muss dabei schon mehrere Wochen zurück liegen, aufgefallen ist der Schaden aber erst jetzt, nachdem immer mehr Weihnachtsbäume braune Nadeln und Zweige entwickelten.

Zum Verkauf taugen die kaputten Nordmanntannen nun nicht mehr, was für den 71-jährigen Produzenten Medienberichten zufolge einen Schaden von schätzungsweise 6.000 Euro bedeutet – ein wirtschaftlicher Totalausfall, wie es heißt, gegen den der Weihnachtsbaum-Anbauer aufgrund zu hoher Beiträge nicht versichert ist.

Die Polizei ermittelt nun, ob pure Zerstörungswut oder ein gezielter Sabotageakt als Tatmotiv in Frage kommen.

Feuer im Westerbecker Humuswerk

Gebrannt hat es am Dienstagmittag im Euflor Humuswerk in Westerbeck. Gegen Ende der Mittagspause habe es in der Torfmühle zuerst einen lauten Knall und dann Rauchentwicklung gegeben, wie die Wolfsburger Allgemeine berichtet. Weil Mitarbeiter des Humuswerks daraufhin sofort den Notruf wählten, konnte die mit einem Großaufgebot anrückende Feuerwehr aber zum Glück Schlimmeres verhindern.

Insgesamt zehn Löschzüge und 51 Einsatzkräfte waren dem Blatt zufolge kurz darauf auf dem Euflor-Gelände, um das Feuer zu löschen. Glutnester an Wänden und der Decke des Gebäudes erschwerten dabei die Brandbekämpfung, wie es in dem Bericht heißt.

Wie die Ermittlungen zur Brandursache inzwischen ergeben haben, kam es im Humuswerk durch einen technischen Defekt zu einer Verpuffung, die den Torf in Flammen setzte. Verletzt wurde zum Glück niemand, die Höhe des Sachschadens wird derzeit noch untersucht.

Grünschnitt in Gärtnerei mutwillig abgefackelt

Eine Brandserie beschäftigt derzeit die Polizei im niedersächsischen Hildesheim. Der jüngste Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge in einer an der B6 gelegenen Gärtnerei, genauer gesagt in deren Grünschnittlager.

Dort, so vermuten die ermittelnden Beamten, muss ein unbekannter Täter am Dienstagabend an mehreren Stellen des Betriebsgeländes Feuer gelegt haben. Der Verdacht der Brandstiftung liegt deshalb nahe, da die beiden Brandherde zu weit voneinander entfernt waren, als dass ein Feuer vom anderen ausgelöst worden sein könnte.

Wie die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtet, hat die Polizei inzwischen einen Tatverdächtigen festgenommen, auf dessen Konto insgesamt über 50 Brandstiftungen gehen könnten. Besonders pikant: Bei dem in U-Haft sitzenden Verdächtigen handelt es sich um einen Feuerwehrmann.

Landschaftsgärtner ein mehrfacher Mörder?

Mindestens fünf homosexuelle Männer soll ein Landschaftsgärtner in Kanada ermordet haben – darunter mindestens einen seiner Ex-Liebhaber. Ins Visier der Polizei geraten war der 66-jährige Tatverdächtige im Zuge der Ermittlungen zum Tod zweier Vermisster aus dem sogenannten „Gay Village“ in Toronto.

Als die Beamten in diesem Zusammenhang ein als Lager genutztes Grundstück des mutmaßlichen Mörders durchsuchten, machten sie Medienberichten zufolge einen grausigen Fund – Leichenteile von mehreren Personen waren dort demnach in großen Blumenkübeln versteckt.

Bei sämtlichen Opfern soll es sich um Homosexuelle im Alter ab 40 gehandelt haben, die der tatverdächtige Landschaftsgärtner unter anderem über Dating-Apps kennengelernt haben soll.