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Blaulicht-Report: Landschaftsgärtner als Drogenkurier

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Klopfgeräusche aus einem Grab will ein Mann in Losheim gehört haben. In Baden-Württemberg landet ein Landschaftsgärtner wegen illegalem Drogenhandel vor Gericht. In Uslar scheitern Einbrecher an einem Baumarkt-Tresor. Und in Büderich lässt sich eine Gartencenter-Mitarbeiterin von Räubern überrumpeln.

Die Polizei hatte es in den vergangenen Tagen unter anderem mit Raub im Gartencenter, Diebstahl im Baumarkt und einer vermeintlich lebendig begrabenen Frau zu tun. Foto: Heiko Küverling/Fotolia

Gartencenter-Mitarbeiterin Opfer von Betrügern

Mit der harmlosen Bitte, Geld wechseln zu wollen, brachten zwei Männer am Mittwochnachmittag in Büderich eine Gartencenter-Mitarbeiterin dazu, die Ladenkasse zu öffnen. Ihre wahren Absichten enthüllten die etwa 40-Jährigen, nachdem die Kassiererin mehrere 20-Euro-Scheine aus der Lade genommen hatte: Einer der beiden Unbekannten griff unvermittelt zu und entriss der Kassiererin mehrere Scheine, um sich mit seinem Komplizen anschließend unerkannt aus dem Staub zu machen.

Weil die unmittelbar eingeleitete Fahndung bislang erfolglos blieb, hofft die Kripo jetzt auf Zeugen.

Hoher Sachschaden bei versuchtem Einbruch

Rund 3.000 Euro Sachschaden richtete ein Unbekannter in der Nacht zu vergangenem Freitag beim Einbruch in ein Ludwigsburger Gartencenter an. Laut Polizeibericht versuchte der Täter zunächst, eine Tür aufzuhebeln – ohne Erfolg. Daraufhin warf er die Türverglasung, mehrere Scheiben und Teile der Dachverglasung ein. Ob er darüber hinaus auch Waren oder Bargeld gestohlen hat, ist derzeit noch unbekannt.

Verhinderte Panzerknacker in Uslarer Baumarkt

Auf die Tresore hatten es Einbrecher in der Nacht zu Mittwoch in einem Uslarer Baumarkt abgesehen. Laut Polizeibericht verschafften sich die Täter gewaltsam Zugang zu den Geschäftsräumen, indem sie mehrere Türen aufhebelten. Beim Versuch, auch die Tresore aufzubrechen, scheiterten die Unbekannten allerdings.

Um sich nicht mit völlig leeren Händen von dannen zu machen, steckten die Einbrecher mehrere Werkzeuge ein. Zur Höhe des Gesamtschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor.

Wertvolles Werkzeug aus Baumarkt entwendet

Ebenfalls verschiedene Werkzeuge ließ ein Ladendieb in der vergangenen Woche aus einem Baumarkt im bayerischen Hauzenberg mitgehen – laut Polizeibericht Akkuschrauber, Laser- und Distanzmessgeräte, Arbeitslampen und eine Oberfräse im Gesamtwert von über 2.000 Euro. Die Ermittlungen zum näheren Tathergang laufen.

Geld- und Freiheitsstrafe für Landschaftsgärtner

Weil er zusammen mit seinem Kumpel über mehrere Monate insgesamt knapp 400 Gramm Marihuana sowie 180 Gramm Haschisch per Post quer durch Deutschland verschickt hatte, musste sich ein 30-jähriger Landschaftsgärtner aus Weissach jetzt vor Gericht verantworten.

Dass der illegale Drogenversand letztlich aufflog, war dabei dem Zufall geschuldet. Einer der unter falschem Namen versendeten Briefe war nämlich nicht ausreichend frankiert und landete deshalb beim vermeintlichen Absender – der umgehend die Polizei alarmierte, als er den brisanten Inhalt des Briefes entdeckt hatte.

Anhand der Sendungsnummer konnte nicht nur die Packstation ermittelt werden, von der aus der Drogenbrief verschickt worden war. Im Laufe der Ermittlungen fanden die Beamten zudem weitere verdächtige Sendungen und konnten letzten Endes auch die Drogenkuriere ausfindig machen.

Vor Gericht zeigten sich die beiden 30-Jährigen geständig und gaben Geldprobleme als Grund für ihr illegales Treiben an. Da die Männer nicht vorbestraft waren, fiel das Urteil relativ milde aus: Zwei Jahre zur Bewährung und 3.000 Euro Geldstrafe für den Drahtzieher sowie eine 13-monatige Bewährungsstrafe und 1.700 Euro Bußgeld für den Landschaftsgärtner.

Fehlalarm auf Losheimer Friedhof

Wegen Klopfgeräuschen aus einem Grab alarmierte ein Friedhofsbesucher im saarländischen Losheim Polizei und Feuerwehr. Die Vermutung des 56-Jährigen: Jemand musste lebendig begraben worden sein. Nach eingehender Untersuchung des Friedhofs konnten die Einsatzkräfte, die vorsorglich mit einem Krankenwagen angerückt waren, allerdings Entwarnung geben: Die vermeintlich klopfende Frau in dem Grab war nachweislich bereits vor längerer Zeit verstorben.