Blaulicht-Report: Mehrere Brände in Gartenbau-Betrieben

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky

Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach der brennenden Scheune. Foto: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)

Ein Großbrand hat die Scheune eines Gartenbau-Betriebes in Niedersachsen zerstört. Eine Einbruchserie endete in Celle mit dem Brand einer Gärtnerei und einem Schaden von rund 1,5 Millionen Euro. Eine Bande von vermeintlichen Gärtnern trieb in Minden ihr Unwesen und von einem Friedhof wurden Kupferfallrohre mit Gewalt entwendet.

Scheune brennt komplett ab

Gegen 22.30 Uhr am Donnerstagabend der vergangenen Woche kam es im Wistedter Ortsteil Hofkoh im Kreis Rotenburg an der Wümme aus ungeklärter Ursache zu einem Brand in der Scheune eines Gartenbau-Betriebes. Die Scheune wurde vom Unternehmen für gewerbliche Zwecke genutzt und stand bei Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand. Da das Gebäude mit Blech verkleidet war, staute sich die Hitze im Inneren, die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach, nachdem dieses durchgebrannt war. Das Feuer drohte bereits auf benachbarte Gebäude überzugreifen, konnte aber durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht werden. Da die Löschwasserversorgung vor Ort schlecht war, wurden mehrere Tanklöschfahrzeuge nachalarmiert. Ein Bagger riss schließlich die Wände ein, um an die im Inneren liegenden letzten Glutnester zu kommen, um diese zu löschen. Am frühen Morgen waren die Flammen durch die rund 200 Feuerwehrleute der 15 Ortsfeuerwehren schließlich besiegt. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, die Höhe des entstandenen Sachschadens stand noch nicht fest, bekannt gegeben wurde lediglich, dass ein Pritschenwagen und ein Lieferfahrzeug den Flammen zum Opfer fielen.

Polizei beendet Einbruchserie

Einem weiteren Brand fiel eine Gärtnerei in Celle zum Opfer. Zunächst hatte die Polizei in der Region mit einer Serie von Einbruchdiebstählen zu tun. Ein weiterer Einbruchdiebstahl in eine Gärtnerei in Celle ging zudem mit einem Brand einher. Dabei wurde die Gärtnerei durch das Feuer vollständig zerstört und es entstand ein Schaden, der mit rund 1,5 Millionen Euro taxiert wird. Ob der Einbruch mit dem Brand in Verbindung steht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Diese führten zu einem Trio bestehend aus zwei 18 und 26 Jahre alten Männern und deren 25-jähriger Komplizin. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Celle hatte die zuständige Ermittlungsrichterin Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls gegen die beiden männlichen Verdächtigen erlassen, die daraufhin durch ein Sondereinsatzkommando des LKA Niedersachsen in Hambühren widerstandslos festgenommen wurden. Durchsuchungsmaßnahmen brachten mehrere Beweismittel zum Vorschein, deren Auswertung noch andauert. „Unsere Ermittler*innen haben in den letzten Wochen akribisch und mit Hochdruck daran gearbeitet, die Täter zu den Einbruchstaten zu ermitteln. Heute Nacht ist es gelungen, eine Einbruchsserie in Stadt und Landkreis Celle und möglicherweise darüber hinaus zu beenden", sagte Daniel Dahlke, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Celle.

Seniorin fällt auf mutmaßliche Gärtner herein

Einer Gruppe von mutmaßlichen Gärtnern fiel eine 83-jährige Seniorin zum Opfer. Die Täter engagierte die vermeintlichen Gärtner aufgrund eines Inserats in einer Tageszeitung für simple Gartenarbeiten. Bereits bei der Vorbesprechung verlangte ein Mann mehrere Hundert Euro Anzahlung für die Dienstleistungen. Am Folgetag rückte der Mann zusammen mit vier weiteren Tätern an und erledigte in 2,5 Stunden die Arbeiten. Daraufhin verlangten die Männer eine um mehrere Hundert Euro höhere Summe, als die ursprünglich vereinbarte. Die Seniorin händigte das Geld aus und bemerkte erst später, dass eine Geldkassette im Haus gewaltsam geöffnet worden war.

Kupferfallrohre von Friedhof gestohlen

Anfang Juni bemerkte ein Friedhofsgärtner in Hagen fehlende Fallrohre an der Rückseite der auf dem Ostfeld-Friedhof gelegenen Kapelle. Mit roher Gewalt rissen Unbekannte zwei Fallrohre aus Kupfer mit einer Länge von sechs Metern aus ihrer Verankerung. Die Befestigungsschellen wurden dabei zerstört.