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Blaulicht-Report: Royal FloraHolland-Mitarbeiter veruntreut Millionen

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Über Monate hinweg hat ein Mitarbeiter von Royal FloraHolland im großen Stil Firmengelder unterschlagen. In Brandenburg stellen Ermittler kiloweise Drogen in Salat-Kisten sicher. Und in Kassel stehlen Einbrecher in einer Nacht-und-Nebel-Aktion teure Gerätschaften aus einem Gartenbau-Betrieb.

Der Polizei gingen unter anderem Drogenschmuggler in die Falle, die Marihuana in Salat versteckt hatten. Foto: Pixabay

Kettensägen und Co. aus Gartenbau-Betrieb entwendet

Fette Beute machten Diebe Anfang Juli in einem Kasseler Gartenbau-Betrieb. Laut Polizeibericht ließen die Einbrecher mindestens 25 Kettensägen sowie weitere Gartengeräte der Firma Stihl im Gesamtwert von rund 25.000 Euro mitgehen.

Im Visier der Ermittler steht jetzt insbesondere eine mattschwarze Mercedes-Limousine, die Mitarbeitern des Gartenbau-Betriebs vor dem Einbruch mehrfach aufgefallen war. In dem Fahrzeug mit getönten Scheiben, Alufelgen und Kasseler Kennzeichen sollen demnach drei Männer zwischen 20 und 30 Jahren gesessen haben. Verdächtig machten sie sich vor allem dadurch, weil sie unmittelbar vor der Tat an mehreren Nachmittagen in der Hofzufahrt gestanden beziehungsweise dort gewendet haben sollen.

Die Polizei hofft nun auf Hinweise zu dem auffallenden Gefährt und seinen Insassen.

250 Kilo Gras in Salat-Lieferung versteckt

Mit einer besonders gehaltvollen Salat-Lieferung hatten es Polizei- und Zollbeamte unlängst in Brandenburg zu tun. Medienberichten zufolge zogen die Ermittler einen Laster aus dem Verkehr, der aus Spanien zu einer Lagerhalle in Großwoltersdorf unterwegs war und angeblich nur Salat geladen hatte. Zwischen den Köpfen waren aber auch noch 250 Kilogramm Marihuana versteckt, wie bei der Durchsuchung des Lkw festgestellt wurde.

Im Zuge des jüngsten Funds durchsuchten die Einsatzkräfte laut Medienberichten zudem weitere Lagerräume und Wohnungen, in denen unter anderem 20 Kilo Amphetamin, 15 Kilo Ecstasy und zwei Kilo Haschisch sowie verschiedene Waffen gefunden wurden. Den Verkaufswert der Drogen schätzen die Ermittler auf rund 3,4 Millionen Euro.

Millionen-Diebstahl bei Royal FloraHolland

4,3 Millionen Euro – so hoch ist die Summe, die ein Mitarbeiter von Royal FloraHolland veruntreut hat. Über einen Zeitraum von insgesamt neun Monaten soll der in der Finanzabteilung Angestellte Firmengelder unterschlagen haben, wie die bereits im Frühjahr eingeleiteten Untersuchungen ergeben haben.

Im Mai hatte der Vermarkter lediglich bekannt gegeben, dass ein Mitarbeiter des Unternehmens aufgrund des Verdachts, der Royal FloraHolland Geld gestohlen zu haben, verhaftet wurde. Weitere Details gab das Unternehmen damals nicht bekannt – nur, dass eine strafrechtliche Untersuchung sowie interne Ermittlungen zur Klärung des Diebstahls eingeleitet worden seien.

Wie es heißt, seien keine weiteren Mitarbeiter in den Betrugsfall verwickelt. Der aufgrund der laufenden Ermittlungen zunächst auf Halde gelegte Jahresbericht wurde dem Unternehmen zufolge in der vergangenen Woche vom Mitgliederrat ohne Änderungen angenommen.