Grüne Branche

Blaulicht-Report: Spinnen-Alarm im Gartencenter

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Ein Landschaftsgärtner aus Niedersachsen steht wegen mehrfacher Brandstiftung zum wiederholten Mal vor Gericht. Im Seepark Zülpich verwüsten Unbekannte mehrere Ausstellungsgärten. Und in einem Wittener Gartencenter sorgt eine Riesenspinne für helle Aufregung.

Eine als „blinder Passagier“ mit Waren aus China eingereiste Krabbenspinne sorgte für einen Feuerwehreinsatz in einem Wittener Gartencenter. Foto: Pixabay

Spinne versetzt Gartencenter in Panik

Damit hatten die Mitarbeiter eines Wittener Gartencenters nicht gerechnet: Als sie in der vergangenen Woche Waren aus China auspacken wollten, krabbelte ihnen aus dem Karton eine handflächengroße Spinne entgegen. Nach dem ersten Schreck reagierten die Angestellten zum Glück geistesgegenwärtig und verschlossen die Pappschachtel mit der Spinne darin schnell wieder.

Die anschließend alarmierte Feuerwehr nahm den Karton samt Inhalt kurzerhand mit zur Wache, wo ein Spinnen- und Reptilienexperte das achtbeinige Tier näher betrachtete. Zusammen mit einem Biologen identifizierte er es als ungiftige Krabbenspinne aus Südchina, die vorläufig in der Obhut des Spinnenfachmanns bleibt.

Werkzeuge und Maschinen aus GaLaBau-Betrieb gestohlen

Auf verschiedene Werkzeuge und Maschinen hatten es Einbrecher abgesehen, die am Dienstag vergangener Woche in einen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb im niedersächsischen Jork eingestiegen waren.

Laut Polizeibericht entwendeten die unbekannten Täter unter anderem Trennschleifer, Motorsägen und Stemmhammer aus der zuvor von ihnen gewaltsam aufgehebelten Lagerhalle. Den Wert der Beute und den bei dem Einbruch angerichteten Sachschaden beziffern die Beamten auf insgesamt 10.000 Euro.

Vandalen verwüsten Seepark Zülpich

Die Polizei fahndet derzeit nach Vandalen, die in der Nacht zum 9. November mehrere von regionalen Garten- und Landschaftsbau-Betrieben gestaltete Ausstellungsbeiträge des „Rheinischen Zentrums für Gartenkultur“ im Seepark Zülpich verwüsteten.

So hatten die Unbekannten unter anderem Feuer in dem im Ausstellungsbeitrag „Mein Garten – mein Zuhause“ aufgebauten Fachwerkhaus gelegt und die Grillhüte im Garten „SinnesWandeln“ demoliert. Wie die Kölnische Rundschau berichtet, seien zudem am Gartenhaus des sogenannten „Wohlfühlgartens“ die Türen ausgehebelt und die Scheiben in einem Gartenpavillon eingeschlagen worden. Darüber hinaus hatten die Täter in ihrer Zerstörungswut weiteres Mobiliar beschädigt sowie mehrere große Blumenkübel umgekippt.

Wie lange die Reparaturarbeiten dauern, sei derzeit noch nicht abzusehen. Die Seepark Zülpich gGmbH hat unterdessen eine Belohnung von 500 Euro ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung der Vandalen führen.

Landschaftsgärtner als Brandstifter

Wegen mehrfacher Brandstiftung musste sich ein Landschaftsgärtner aus dem niedersächsischen Drispenstedt in der vergangenen Woche verantworten. In insgesamt 17 Fällen soll das 33-jährige Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zwischen Januar und Juli Feuer gelegt haben, um anschließend bei den Löscharbeiten zu helfen.

Gefragt nach seinem Motiv für die Brand-Serie, bei der insgesamt 60.000 Euro Sachschaden entstanden sind, erklärte der Angeklagte Medienberichten zufolge vor Gericht, dass er so Lob und Anerkennung von seinen Feuerwehr-Kameraden bekommen wollte.

Wie es weiter heißt, handelt es sich bei dem Landschaftsgärtner um einen Wiederholungstäter, der 2010 im rund 30 Kilometer entfernten Alfeld schon einmal mehrere Brände gelegt hatte und deshalb nach seiner Verurteilung aus der dortigen Feuerwehr geflogen war.