Blaulicht-Report: vierter Brand in Folge in Gartenbau-Betrieb

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Das Feuer wütete in mehreren Gewächshäusern des dänischen Gartenbau-Betriebs. Foto: Screenshot TV2/Fyn

Zum vierten Mal innerhalb weniger Wochen hat es in einem dänischen Gartenbau-Betrieb gebrannt. Medienberichten zufolge wurden durch das Feuer rund 24.000 Quadratmeter Gewächshausfläche zerstört. Bei Rottweil stahlen Einbrecher einen über 100 Kilo schweren Tresor aus einer Gärtnerei. Und in NRW stand ein Gärtner wegen einer verschwundenen Spalier-Eibe vor Gericht.

Großbrand zerstört 24.000 Quadratmeter Gewächshausfläche

Von einer Brandserie wurde in den vergangenen Wochen ein großer Gartenbau-Betrieb in Dänemark heimgesucht. Wie der regionale Fernsehsender TV2/Fyn berichtet, brach das erste Feuer am 12. Dezember 2021 in einer Betriebsstätte in Stige aus, das zweite am 25. Dezember, gefolgt von einem kleineren Brand an einem weiteren Firmenstandort in Otterup. Am 19. Januar schließlich brannte es in einer weiteren, in Hundslev gelegenen Gewächshaus-Anlage des Unternehmens – dem Bericht nach so heftig, dass die Polizei die nahegelegene Straße komplett sperren musste und es einige Stunden dauerte, bis das in mehreren Gewächshäusern wütende Feuer gelöscht werden konnte. Insgesamt fielen den Flammen 24.000 Quadratmeter Gewächshausfläche zum Opfer, wie TV2/Fyn berichtet, lediglich 3.000 Quadratmeter blieben in Hundslev verschont.

Wie es zu dem verheerenden Großbrand kommen konnte, ist bislang unklar. Untersucht werden soll auch, ob zwischen den vier Bränden ein Zusammenhang besteht. Wie es heißt, gab es jedoch bei keinem der Feuer Anzeichen für Brandstiftung. Einer der Eigentümer des Gartenbau-Betriebs, der unter anderem Kalanchoe und Osteospermum produziert und nach eigenen Angaben zu den größten Gärtnereien Dänemarks gehört, äußerte TV2/Fyn gegenüber die Vermutung, dass der Brand in Hundslev durch einen Defekt der elektrischen Anlage ausgelöst worden sein könnte. Für den Wiederaufbau der zerstörten Gewächshäuser rechnet das Unternehmen dem Bericht zufolge mit Kosten in Höhe von insgesamt rund zehn Millionen Euro.

Diebe stehlen Tresor aus Gärtnerei

In der Nacht zum 4. Februar stiegen Einbrecher in eine Gärtnerei in Dunningen (Landkreis Rottweil) ein. Laut Polizeibericht schlugen die Täter ein Fenster des Betriebs ein und gelangten so in das Geschäft. Dabei hatten es die Unbekannten offensichtlich gezielt auf den etwa 60 mal 60 Zentimeter großen, über 100 Kilogramm schweren Tresor der Gärtnerei abgesehen. Diesen montierten die Diebe dem Bericht zufolge ab und brachten ihn mit einem aufgefundenen Hubwagen bis zur Firmenausfahrt, wo sie ihn vermutlich in ein Fahrzeug luden und sich aus dem Staub machten. Wie die Polizei schreibt, hat der Tresor selbst zwar einen Neuwert von über 1.000 Euro, darin befanden sich den Angaben zufolge allerdings nur wenige Rollen Münzgeld. Den bei dem Einbruch entstandenen Sachschaden beziffern die Ermittler auf weitere rund 1.000 Euro.

Unbekannte randalieren auf Friedhof in NRW

Mindestens 60 Gräber beschädigten unbekannte Täter in der vergangenen Woche auf einem Friedhof im nordrhein-westfälischen Rietberg. Laut Polizeibericht ereignete sich die Tat zwischen dem Nachmittag des 1. Februar und dem darauffolgenden Morgen, an dem sich „ein Bild der Verwüstung“ bot, wie das Westfalen-Blatt dazu schreibt. Demnach wurden auf dem Friedhof Neuenkirchen Grabplatten zerstört, Dekorationen wie Blumenschmuck, Grabkerzen und Heiligenfiguren umgestoßen und mutwillig beschädigt. Die zuständige Kreispolizeibehörde Gütersloh berichtet zudem von ganzen Abschnitten, in denen Grabstätten reihenweise zerstört wurden. Wie ein Polizeisprecher gegenüber dem Westfalen-Blatt erklärte, sei das Ausmaß der Zerstörungen in Neuenkirchen besonders erschreckend und zumindest in jüngerer Vergangenheit im Kreis Gütersloh ein Einzelfall. Die Die Stadt Rietberg hat demnach Anzeige wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe erstattet, entsprechende Strafverfahren wurden laut Polizei eingeleitet.

Gärtner wegen verschwundener Eibe vor Gericht

Wegen Diebstahls musste sich im Januar ein ehemaliger Gartencenter-Mitarbeiter aus Meerbusch vor Gericht verantworten. Dem 31-Jährigen wurde vorgeworfen, eine teure Spalier-Eibe gestohlen zu haben. Diese war laut einem Bericht von RP Online bei einem Auftrag, bei dem der Gärtner zusammen mit einem Kollegen mehrere Bäume im Garten eines Kunden pflanzen sollte, übriggeblieben und sollte eigentlich wieder mit ins Gartencenter genommen werden. Wie RP Online schreibt, kam der wertvolle Baum nach Angaben der Geschäftsleitung jedoch nie dort an. Der Verdacht fiel demnach schnell auf den 31-jährigen Gärtner, der außer der Eibe auch noch Werkzeug gestohlen haben soll.

Mitarbeiter des Gartencenters sollen daraufhin eigene Ermittlungen angestellt haben, in deren Verlauf sie ein Foto vom Garten des Bruders des Beschuldigten schossen – in diesem soll die verschwundene Eibe eingepflanzt worden sein. Laut RP Online war auf dem Bild zwar eine Eibe zu sehen, jedoch konnte nicht geklärt werden, ob es sich dabei tatsächlich um die wertvolle Spalier-Eibe handelte. Auch eine Durchsuchung der Polizei bei dem Angeklagten blieb dem Bericht zufolge ergebnislos, weshalb das Landgericht Düsseldorf den Gärtner in zweiter Instanz freisprach. Wie RP Online schreibt, hatte das Amtsgericht Neuss den 31-Jährigen zuvor zu sechs Monaten Haft auf Bewährung sowie zur Zahlung von 1.690 Euro Wertersatz für die Eibe verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der Gärtner jedoch Berufung ein, weshalb der Fall vor dem Düsseldorfer Landgericht erneut verhandelt wurde.