Grüne Branche

Blick zurück nach vorn

Karl-Heinz Plum: Ruhestand nach acht Jahren an der BdB-Spitze
Nach zwei Amtsperioden scheidet Karl-Heinz Plum im Januar aus dem Amt des BdB-Präsidenten aus. Er hat die Aktivitäten des Verbands in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt. Im Gespräch mit der Deutschen Baumschule zieht der Rheinländer Bilanz und spricht über seine Zukunftspläne.

Karl-Heinz Plum, hier auf der Sommertagung des BdB in Freyburg. Foto: bim

Deutsche Baumschule: Herr Plum, freuen Sie sich auf den „verbandlichen“ Ruhestand?
Karl-Heinz Plum: 30 Jahre Verbandsarbeit, davon 22 Jahre im Hauptausschuss des BdB, sind eine Verpflichtung. Ich habe es gerne gemacht, und es hat mir immer viel Freude bereitet. Nach dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt werde ich in Absprache mit dem Präsidium den Bund deutscher Baumschulen weiterhin in der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) und in den BUGA-Städten vertreten.

Deutsche Baumschule: Welches waren die drei wichtigsten Themen Ihrer Amtszeit?
K.-H. Plum: Das war zum einen die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes mit all seinen Schwierigkeiten für die Baumschulwirtschaft. Wichtig war auch die Verabschiedung der Imagekampagne mit der Notwendigkeit, die Berufsnachwuchswerbung in den Vordergrund zu stellen. Nicht zuletzt ist auch der Ausbau der Kontakte in die Politik zu nennen.

Deutsche Baumschule: Was war für Sie persönlich der größte Erfolg?
K.-H. Plum: DerTeilerfolg bei der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes und die Installation der Zertifizierungsgemeinschaft gebietseigener Gehölze (ZgG) als Instrument für die Baumschulwirtschaft waren für mich ganz wesentlich.
Auch die Neuausrichtung der DBG in engerer Zusammenarbeit mit dem ZVG, Zentralverband Gartenbau, und dem BGL, Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaubau, sehe ich als Erfolg.

Deutsche Baumschule: Was wäre Ihr wichtigster Rat für Ihren Nachfolger?
K.-H. Plum: Die Eigenständigkeit des BdB als selbstständiger Verband, von Einzelmitgliedern getragen, hat sich seit vielen Jahrzehnten bewährt. Das schließt nicht aus, dass der gemeinsame Auftritt der grünen Verbände immer wichtiger wird.
Das „Grüne Dach“ als Plattform der Interessenvertretung der grünen Branche ist unerlässlich. Der BGL nimmt dabei als kompetenter Verband für das private und öffentliche Grün eine besondere Rolle für den BdB ein. Im Rahmen der Imagekampagne soll die Berufsnachwuchswerbung im Vordergrund stehen. Qualifizierter Berufsnachwuchs sichert die Existenz unserer Betriebe.

Deutsche Baumschule: Welches sind die drei wichtigsten Themen für den Verband für die nächsten zwei Jahre?
K.-H. Plum: Dazu zähle ich dieThematik Ausgleichspflanzungen im urbanen Raum, die Novellierung des Baugesetzbuchs und die
Umsetzung der Zertifizierung für gebietsheimische Gehölze durch die ZgG.

Deutsche Baumschule: Wo besteht akuter Handlungsbedarf, und wo muss noch diskutiert werden?

K.-H. Plum: Handlungsbedarfsehe ich vor allem in der Nachwuchswerbung als Leuchtturmprojekt. Diskutieren müssen wir insbesondere über das „Grüne Dach“, den gemeinsamen Auftritt der Verbände. Wir sollten die Synergien nutzen, die sich aus der Interessenlage aller grünen Verbände ergeben.

Das ganze Interview lesen Sie in Ausgabe 12/ 2012 Deutsche Baumschule.