Grüne Branche

Blume 2000 mit Konzept für Bio-Zierpflanzen am Start

Die vor allem in den Räumen Hamburg, Berlin und Frankfurt/M. bekannte Filialkette Blume 2000, mit Sitz in Norderstedt, hat in diesem Jahr ein Pilotprojekt mit Bio-Zierpflanzen in einigen ihrer Filialen gestartet. An dem Netzwerk sind mehrere Partner beteiligt. So produziert der Gartenbaubetrieb Michalzik (Isselburg), der EG-Öko- und Bioland-zertifiziert ist, diverse gängige B&B-Arten.

Bereits das Jungpflanzenmaterial wird in Bio-Qualität von der Firma Volmary (Münster) geliefert. Als Zwischenhändler tritt in diesem Konzept die Gasa Germany (Kevelaer) auf, eine Tochterfirma der dänischen Gasa Bog Group A/S, die an Blume 2000 unter anderem die Bio-Zierpflanzen liefert.

Der Verkauf läuft zunächst als Test in einigen dafür ausgewählten, neuen Geschäften der Filialkette. In diesen Verkaufsstätten wurden bereits die Ladeneinrichtungen und das gesamte äußere Erscheinungsbild so gestaltet, dass sich Bio-Ware, ob Kräuter oder Zierpflanzen, anforderungsgerecht präsentieren lassen. Nicht zu elegant, nicht zu aufwendig, sondern eher im naturhaften Stil, auf Holztischen in Holzkörben oder -steigen.

Ziel der Filialkette ist, das Bio-Segment unter der relativ gut eingeführten Dachmarke „Bioland“ zu verkaufen. Dazu sind die entsprechenden vertraglichen Regelungen mit dem Bioland-Verband getroffen worden, sodass Blume 2000 auch autorisiert werden konnte, die Ware mit dem Bioland-Siegel zu vermarkten. Für Blume 2000 geht es zunächst einmal darum, den Einstieg in den Verkauf von Bio-Zierpflanzen zu finden.

Ferner zu erkunden, wie im Rahmen dieses Feldversuches Kundenwünsche geweckt oder bereits schon gedeckt werden können und welche Konsequenzen sich aus dieser Anlaufphase für die Weiterentwicklung ergeben.

Das bezieht sich auf die Sortimentsauswahl ebenso wie auf die Präsentation, Kommunikation und Preisgestaltung. Laut Firmenauskunft von Blume 2000 soll die Ware keinesfalls als Nonplusultra in den Läden herausgestellt werden, sondern jenen Kunden eine Alternative bieten, die sich dem Nachhaltigkeitsgedanken besonders verpflichtet fühlen.

Das Konzept ist insbesondere auch deshalb interessant, weil es zeigt, wie Bio-Zierpflanzen vom Jungpflanzenbetrieb bis zum Konsumenten in einer konzertierten Aktion in den Markt eingeführt werden können. Auch die Arbeitsgemeinschaft Bio-Zierpflanzen arbeitet auf Produktionsebene begleitend mit.

Da die gleichen B&B-Pflanzenarten und -Sorten in den übrigen Filialen als konventionelle Ware geführt werden, wird es sicherlich interessante Aufschlüsse darüber geben, welchen Anklang das Bio-Zierpflanzensortiment vergleichsweise findet, vor allem, wenn dieses mit einem deutlich höheren Preis angeboten werden muss. (elg)

Mehr zum Thema Bio-Zierpflanzen lesen Sie auf den Seiten 18 und 19 in der aktuellen TASPO 25/14.