Grüne Branche

Blumen & Pflanzen: Nachhaltigkeit neu beschleunigen

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Keine Zukunft ohne Nachhaltigkeit: Darüber sind sich nicht nur die vier namhaften niederländischen Initiatoren einig, die jetzt gemeinsam eine Vereinbarung unterzeichnet haben, um dem Thema Nachhaltigkeit bei Blumen und Pflanzen mehr Transparenz und neuen Anschub zu geben sowie es durch gemeinsame Aktivitäten zu beschleunigen.

Die Unterzeichner der neuen Nachhaltigkeits-Vereinbarung (v. l.): Marco van Zijverden (DFG), Mariska Foppen (Waterdrinker), Lucas Vos (Royal FloraHolland), Michiel de Haan (Royal Lemkes). Foto: DFG

Zu den Unterzeichnern gehörten die Dutch Flower Group (DFG), Waterdrinker, Royal FloraHolland und Royal Lemkes, die bereits in der Initiative für nachhaltige Blumenzucht (Sustainability Initiative/FSI) aktiv sind.

Ziel der Initiative: 90 Prozent der Blumen & Pflanzen bis zum Jahr 2020 nachhaltig produziert

Ziel der FSI-Initiative ist, dass 90 Prozent der gesamten internationalen Blumen und Pflanzen bis zum Jahr 2020 nachhaltig produziert und gehandelt den Konsumenten erreichen. Bereits Anfang Juni soll gemeinsam mit der Initiative FSI, dem Zertifizierer MPS und einer Gruppe von Züchtern über die gewünschten Zertifizierungen und einen schnelleren Weg dahin diskutiert werden.

Jeroen Oudheusden, FSI-Geschäftsführer (Brüssel) sieht in dieser Vereinbarung „einen gewissen Druck auf alle Gruppierungen, ihre Bemühungen zu verstärken, um das Ziel zu erreichen. Denn alle sitzen in einem Boot“, wie er gegenüber der TASPO erklärte.

Initiative für mehr Nachhaltigkeit wächst

Bereits 2013 wurde die Initiative FSI von internationalen Partnern, wie Betrieben, Züchtern und Verbänden gegründet, die sich diese 90 Prozent-Regelung bis 2020 auf die Fahne geschrieben haben. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten 25 Partner, heute ist die Initiative auf rund 40 gewachsen.

Um das erklärte Ziel bis 2020 zu erreichen, müssten die Produktionsprozesse nachhaltiger und umweltfreundlicher gestaltet werden. Die Blumen- und Pflanzenindustrie stehe vor einer Reihe von Nachhaltigkeitsproblemen, betont FSI.

Mehr Transparenz schaffen, um Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu erzielen

CO2-, Wasser- und Abfallreduzierung, Einsatz von Pestiziden und Senkung des Energieverbrauchs, aber auch Menschenrechte und soziales Engagement sind Themen, die gelöst werden müssen. Um die Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu erzielen, müsste mehr Transparenz geschaffen werden.

Was bedeutet das für den deutschen Gartenbau? Wir haben einen deutschen Gartenbau-Unternehmer sowie den Verband des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels um ihre Einschätzung gebeten – zu lesen in der TASPO 22/2017, die am 2. Juni erscheint.