Grüne Branche

Blumenbüro Holland überarbeitet Werbepläne mit geringerem Budget

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Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen den Zierpflanzensektor enorm hart. Die niedrigen Verkaufszahlen sprechen eine klare Sprache und zeigen wie schwierig die Marktbedingungen sind. Dies hat auch Folgen für Marketing-Budgets, mit denen das Blumenbüro Holland Konsumentenwerbung für Blumen und Pflanzen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien plant und umsetzt.

Müssen ihre Marketing-Kampagnen mit geringerem Budget anpassen, die Marketingexperten vom Blumenbüro Holland. Symbolfoto: Pflanzenfreude.de

Marketing-Budget um die Hälfte gesunken

Der Umsatz von Royal FloraHolland, der weltgrößten Vermarktungsorganisation für Blumen und Pflanzen mit Sitz in den Niederlanden, sei in den vergangenen Wochen stark gesunken. Aktuell gehe man beim Unternehmen auch davon aus, dass dieser Umsatz für den Rest des Jahres beeinträchtigt wird. Infolgedessen sei nun auch das verfügbare Budget des Blumenbüros, welches abhängig vom Umsatz der Royal FloraHolland ist gesunken und das sogar um die Hälfte. In den vergangenen Jahren konnte man für die Förderung des Verkaufs von Blumen und Pflanzen jedes Jahr jeweils etwa 16 Millionen Euro einsetzen. Dieses Jahr werde sich das Jahresbudget voraussichtlich auf rund 8 Millionen Euro belaufen. Das verfügbare Budget wurde allerdings zu Teilen für bereits eingegangene Verpflichtungen ausgegeben. Verschiedene Aktivitäten können demnach laut Blumenbüro Holland nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. „Wir müssen uns für den Rest dieses Jahres neu erfinden. Nächstes Jahr können wir dann hoffentlich wieder richtig loslegen. Wenn wir uns als Sektor wieder erholen wollen, geht das nicht ohne Marketing”, erklärt Dennis van der Lubbe, Managing Director beim Blumenbüro Holland.

Auswirkungen auf geplante Werbeaktivitäten

Durch den Verlust von eingeplantem Budget werden einige Kampagnen demnach nicht stattfinden können, obwohl sie im „Kommunikationskalender 2020-2021“ angekündigt wurden, gibt das Blumenbüro Holland bekannt. Beispielsweise wird die Kampagne ‘Wir brauchen mehr Blumen’, die für Mai/Juni geplant war, nun nicht in den Medien platziert, nicht genügend Budget für die Umsetzung dieser Kampagne vorhanden sei. Eine Pflanzenkampagne ist für dieses Jahr dennoch angedacht. Wie die Pläne in Bezug auf Verkaufsförderungskampagnen aussehen, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln. Die Marketingexperten wollen sich aber dennoch weiter dafür einsetzen, Konsumenten zu inspirieren, auch in diesen Zeiten Blumen und Pflanzen zu kaufen. Welche speziellen Bedürfnisse aktuell bestehen, darüber erhebt das Unternehmen gerade Informationen. Wie der Zierpflanzenbau und der Handel am besten unterstützt werden können, daran werde aktuell gearbeitet.

Aktivitäten während der Corona-Krise

Mit der Ende März gelaunchten ‘Let Hope Bloom’-Kampagne lenkte das Blumenbüro Holland die Aufmerksamkeit der Konsumenten in allen Kernländern (Deutschland, Niederlande, Frankreich und Großbritannien) auf eine positive und angemessene Weise auf Blumen. Inzwischen wurden auch branchenspezifische Empfehlungen für die Kommunikation über Blumen und Pflanzen in dieser Corona-Zeit geteilt. Blumenbüro Holland verfüge laut eigenen Angaben über viele Konsumenteninformationen, die dem Sektor weiterhin zur Verfügung gestellt werden. „Wir müssen jetzt flexibel mit dem Restbudget umgehen, aber wir können den Sektor auf jeden Fall weiterhin unterstützen”, so van der Lubbe weiter.

Weitere Informationen zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.

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