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Blumengroßmärkte setzen auf Konsumentenwerbung

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Um den Konsum von Blumen und Pflanzen anzukurbeln, wird verstärkt Endverbraucherwerbung betrieben. Der Zentralverband Gartenbau, Landgard oder das Blumenbüro sind in Sachen generischer Werbung aktiv, insbesondere durch Social-Media-Kampagnen. Andere Wege gehen die Blumengroßmärkte (BGM).

Top-Floristin Elisabeth Schoenemann (l.) auf der „nah:türlich genießen“. Foto: Klaus Bengtsson/BGM Hamburg

Die Werbekampagnen der BGM sind sehr unterschiedlich, da sie sich an den regionalen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientieren. Es gibt aber auch gemeinsame Nenner. So steht in allen Kampagnen nicht der jeweilige Blumengroßmarkt im Zentrum, sondern „Ihre Gärtner und Floristen“, wie beispielhaft der Kölner Slogan lautet.

Kölner Blumengroßmarkt nutzt „Roadside Screens“

In der Domstadt wurde bereits vor Weihnachten eine neue Kampagne gestartet, die das ganze Jahr 2017 weitergeführt wird. Werbemedien sind sogenannte „Roadside Screens“, die modernste und aufmerksamkeitsstärkste Außenwerbung, die es heute gibt. Es handelt sich um elf Quadratmeter große Bildschirme, über die in einer dreiminütigen Programmschleife diverse, sich wiederholende Werbemotive gezeigt werden.

Die Bildschirme stehen an stark frequentierten Orten, sodass der Anbieter Stroer von rund 100.000 Konsumentenkontakten pro Tag und Screen ausgeht. Rechnet man dies auf ein Jahr hoch, könnten knapp 110 Millionen Endkonsumenten durch die Kampagne angesprochen werden.

Gartencenter und Floristen können Werbeplätze buchen

Die Motive wechseln, es werden immer saisonal relevante Themen ausgewählt. Absender der Werbebotschaften sind „Ihre Gärtner und Floristen“. Die Werbeplätze können auch gegen Kostenbeteiligung von Gartencentern oder Floristikunternehmen gebucht werden, wenn diese eigene Aktionen fahren wollen.

„Die Endverbraucher sollen auf die Fachgeschäfte verwiesen werden – für diese, unsere Kunden, investieren wir in Endverbraucherwerbung“, erläutert der Kölner BGM-Geschäftsführer Raimund Korbmacher. Intensiviert werden soll in Köln ebenfalls die Kampagne in den sozialen Netzwerken.

In Hamburg setzt der Blumengroßmarkt auf den unmittelbaren, persönlichen Kontakt zu den Endverbrauchern. Im vergangenen Jahr war der BGM etwa auf den Endverbraucherveranstaltungen „Foodmarket“, „nah:türlich genießen“ und dem „Veggie-Weihnachtsmarkt“ mit der Marke „Ich bin von HIER!“ präsent. Als „Markenbotschafterin“ fungiert die Top-Floristin Elisabeth Schoenemann, die auf allen Veranstaltungen dabei war.

Blumengroßmarkt Hamburg veranstaltet „Garden-Market“

In diesem Jahr geht der BGM Hamburg noch einen Schritt weiter. Am 10. und 11. Juni 2017 wird auf dem Gelände des Blumengroßmarktes ein „Garden-Market“ veranstaltet. Anbieter sollen Blumeneinzelhändler, aber auch Marktbeschicker sein, verkauft wird zu Einzelhandelspreisen.

„Es geht aber nicht nur um den Verkauf. Wir möchten vor allem das Leistungsspektrum der Branche präsentieren“, erläutert Klaus Bengtsson, Geschäftsführer Marketing des Blumengroßmarktes Hamburg. Beworben wird das Garten-Event in aller Breite, zum Beispiel im öffentlichen Raum oder in der U-Bahn.