Grüne Branche

Blumenhandel: Holländische Exporteure geben Gas

Günstige Witterung und „höherer Einkaufswert“ – das verklauselte Wort für höhere Preise – haben den niederländischen Blumen- und Pflanzenexporteuren im ersten Quartal 2012 einen siebenprozentigen Umsatzsprung beschert. Fast genauso stark nahm der Export nach Deutschland zu. 

Blumenanlieferung in Aalsmeer. Foto: FloraHolland

Die vom Marktverband HBAG Bloemen en Planten veröffentlichte Statistik nennt für das erste Quartal insgesamt eine Zunahme des Exportwerts um 7,3 Prozent auf rund 1,557 Milliarden Euro. Dies setzt sich aus 991,7 Millionen Euro für Schnittblumen (plus 6,8 Prozent) und rund 565,3 Millionen Euro für die Topf- und Gartenpflanzen (8,1 Prozent) zusammen.

Der Wert der Lieferungen nach Deutschland erhöhte sich bei den Schnittblumen um 3,9 Prozent auf 299,6 Millionen Euro und bei den Topf-/Gartenpflanzen um 10,6 Prozent auf etwas über 189 Millionen Euro. Ungewöhnlich stark nahmen die Exporte nach Großbritannien zu, nämlich um 21,2 Prozent auf 237,3 Millionen Euro. Dem gegenüber sank der Wert der Exporte nach Frankreich um über fünf Prozent auf 174,6 Millionen Euro.

Mit einem Plus von 42,6 Prozent auf fast 89 Millionen Euro legte der Export nach Russland besonders stark zu. Damit rangiert Russland in dieser Statistik nun auf dem vierten Platz, gefolgt von Italien (minus 4,1 Prozent auf 76,8 Millionen Euro). Ebenfalls sehr starke Zuwächse verzeichneten die niederländischen Blumen- und Pflanzenexporteure bei ihren Lieferungen nach Schweden (plus 21 Prozent auf 35,4 Millionen Euro), USA (plus 26,8 Prozent auf 23,1 Millionen Euro), Norwegen (plus 30 Prozent auf 19,7 Millionen Euro), Ukraine (plus 29 Prozent) und Finnland (plus 19,7 Prozent).

Deutlich kleiner als im ersten Quartal 2011 war der Wert der Exporte nach Frankreich und Italien (siehe oben), aber auch nach Belgien (minus 6,9 Prozent), Polen (minus 6,3 Prozent), Tschechien (minus 17,9 Prozent) und Ungarn (minus 10,9 Prozent).

Wie HBAG Bloemen en Planten ergänzend anmerkte, waren die Frachtkosten gegenüber dem Vergleichszeitraum deutlich höher. Außerdem seien erhöhte Anstrengungen beim Inkasso nötig gewesen. Generell gebe es beim Handel mit Blumen und Pflanzen international aber nach wie vor gute Perspektiven für weiteres Wachstum. (eh)