Blumenhandel: „Meine Zukunft – Schnittblumen online“

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Maren Hellwig hat sich vor zehn Jahren mit dem Online-Blumenversand Blumenfee.de selbstständig gemacht und weiß genau, welche Ansprüche sie an Produzenten stellt. Foto: Blumenfee.de

Maren Hellwig kennt die Gartenbau-Branche von klein auf. 2011 hat sich die studierte Betriebswirtschaftlerin mit Schwerpunkt Markenführung, Neuromarketing und Veränderungsmanagement ganz bewusst für den Online-Handel mit Blumen entschieden – denn sie hält ihn für zukunftsfähiger als den Verkauf über ein Fachgeschäft.

Unternehmerin bereitet sich ein Jahr auf Online-Start vor

Hellwigs bundesweit tätiger Blumenversand Blumenfee.de setzt auf Sträuße in einer großen Auswahl, die ausnahmslos von ausgebildeten Floristinnen gefertigt werden. „Unser Ziel ist es, nicht nur Blumen, sondern Freude zu versenden. Jede Blumenfee-Sendung soll seinem Empfänger ein Lächeln auf die Lippen zaubern und er soll lange Freude an seinen Blumen haben“, betont die Unternehmerin. Ein Jahr lang hat sie sich damals auf ihren Online-Start vorbereitet, entwickelte Straußideen und fotografierte sie, ließ die Internetseite aufbauen, suchte Unterstützer und Lieferanten. „Dies war eine der aufwendigsten Aufgaben: Lieferanten zu finden, die passende Ware anbieten“, erinnert sich Hellwig.

Online-Shop bietet frische Sträuße und besondere Accessoires an

Heute bezieht sie Schnittblumen über einen festen niederländischen Händler, der dreimal wöchentlich liefert. Die Ware kommt nach der Lieferung in die eigene Kühlung, steht ausschließlich auf Frischhaltemitteln. Neben den frischen Sträußen punktet Blumenfee.de auch mit besonderen Accessoires, die regelmäßig im Angebot wechseln. So findet der Kunde im Internetshop je nach Jahreszeit rund 160 Blumensträuße zur Auswahl, zu Hauptzeiten wie im Herbst oder Advent sogar bis zu 200. Dazu gibt es Zusatzprodukte von der Vase bis zum Kuscheltier. Kreativ nennt sie die Angebote „Kuschel-Flower“ oder „Röstfein-Spezial“. Für den Versand als klimaneutrale Sendung hat sie die „Blumenfee Frische- und Geschenkbox“ selbst entwickelt und schützen lassen, damit der Inhalt heil zum Kunden kommt.

Bundesweite Online-Werbung größter Kostenpunkt von Blumenfee.de

Blumenbinderei, Kühlung, Accessoires-Lager, Servicehotline und Büro sind in Rottmersleben (Sachsen-Anhalt) in einer großen Halle untergebracht. Zehn gelernte Floristinnen binden dort zumeist rundgebundene Sträuße – nach Eingang der Aufträge. „Wir haben ein eingespieltes Team“, freut sich die Unternehmerin, die 2013 Finalistin der TASPO Awards in den Kategorien „Bester Internetauftritt“ und „Unternehmen und Management“ war. Fünf weitere Mitarbeiter sind für die Servicehotline und den Versand zuständig. Wenn die Lieferungen durch DHL abgeholt wurden, ist in der Regel Feierabend. Deutschlandweite Online-Werbung ist der entscheidendste und damit auch überdurchschnittlich größte Kostenposten des Unternehmens. Hellwig hat sich intensiv mit dem Bereich Suchmaschinen-Optimierung (SEO) beschäftigt. Ihr Ziel ist es, in den Suchmaschinen möglichst früh gefunden zu werden.

► Welche Anforderungen die Online-Unternehmerin an ihre Blumenlieferanten stellt und wie sie die Pandemie erlebt, lesen Sie im Interview mit Maren Hellwig in der Gärtnerbörse 2/2021.