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BMEL gründet neues Forschungsinstitut

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Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat in Quedlinburg ein neues Forschungsinstitut mit dem Schwerpunkt Waldschutz gegründet. Vor dem Hintergrund des kürzlich veröffentlichten Waldzustandsbericht soll damit der Schutz der Wälder stärker in den Fokus gerückt werden.

Das neue Forschungsinsitut zur Waldforschung ist im Harz angesiedelt. Foto: Sven Lachmann/ Pixabay

Ressortforschung Waldschutz stärken

Die heimischen Wälder befinden sich in einem besorgniserregenden Zustand. Seit 1984 stand es noch nie so schlecht um den Wald, das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Waldzustandserhebung des BMEL hervor. Demnach seien die Bäume durch die vergangenen drei Dürrejahre massiv geschädigt worden, hinzu kommen massiver Borkenkäferbefall, Stürme und vermehrte Waldbrände. Es seien so viele Erhebungs-Bäume abgestorben, wie nie zuvor (TASPO Online berichtete). Mit der Gründung des neuen Forschungsinstituts, welches in Quedlinburg stationiert und an das Julius Kühn-Institut angegliedert sei, wolle das Ministerium auf die Ergebnisse des Waldzustandsbericht reagieren und die Ressortforschung im Bereich Waldschutz und widerstandsfähiger Wald stärken. Insgesamt seien 20 Mitarbeiter:innen im neuen Fachinstitut für Waldschutz beschäftigt.

Forschungsfelder des neuen Instituts

Das Institut für Waldschutz soll fachlich in die bestehende waldbezogene Ressortforschung des BMEL integriert werden. Einen engen wissenschaftlichen Austausch soll es laut Ministerium mit den Instituten für Waldökosysteme (Thünen Institut, Eberswalde), Forstgenetik (Großhansdorf), Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie (Hamburg) und Holzforschung (Hamburg) geben. Zu den zentralen Forschungsfeldern des Instituts werden künftig die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen zur Biologie und Diagnose von Schadorganismen als Verursacher ökologischer Störungen und wirtschaftlicher Schäden in Waldökosystemen zählen. Des Weiteren sollen Schadursachen, die nicht nur direkte Schäden bewirken, sondern die Bäume durch Krankheiten, Schädlinge und Komplexkrankheiten langfristig schwächen können analysiert werden und die Bundesregierung zu Fragen des Waldschutzes beraten werden.

„Große Bedeutung der Waldforschung“

„Bei der Bewältigung der aktuellen Waldschäden zeigt sich die große Bedeutung der Wald-Forschung mehr denn je: Um mit geeigneten, standortangepassten sowie klimaresilienten Baumarten wiederaufzuforsten. Das baue ich jetzt aus! Mit der bewussten Ansiedlung des Instituts im ländlichen Raum will ich zudem einen Beitrag zum Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse leisten. Denn damit die Menschen dort leben können, wo sie wollen, sind gute Arbeitsplätze eine Grundvoraussetzung“, erklärt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Hintergründe.   

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