Grüne Branche

Bodendecker im Portrait

Adiantum venustum
Deutscher Name: Himalaya-Frauenhaarfarn, Venushaarfarn

Geselligkeitsstufe: 5

Allgemeines: Diese Gattung zählt zur Familie der Frauenhaargewächse (Adiantaceae)und ist zu deren Namensgeber geworden. Die Gattung weist weltweit etwa 200 Arten außerhalb Mitteleuropas auf. In Südeuropa finden sich einige wenige Arten, mit Vorliebe in Brunnenschächten oder in feuchten Grotten barocker Parkanlagen.

Adiantum venustum

Verbreitung: Nordindien und Nepal zwischen 2000 und 4000 m Höhe; dort in kühl-temperierten Zedern- und Tannen-Mischwäldern, zusammen mit undurchdringlichen Rhododendron-, Acer- und Viburnum-Beständen, gerne in ständig feuchten Senken, vereint mit Geranium wallichianum (Nepal-Storchschnabel), Arisaema tortuosum (Himalaya-Feuerkolben), Viola- (Wald-Veilchen) und Fragaria- (Wald-Erdbeeren) Arten.

Eigenschaften und Anforderungen: Lichter bis voller Schatten, kühl, meist frosthart; schätzt dauerhaft luft- und bodenfeuchte Bereiche, kurzzeitige Trockenphasen gut überstehend. Ausschließlich für durchlässige, torfige, sandig- bis lehmig-humose Substrate zu empfehlen. Auf verdichteten Böden lückenhaft mit ausgeprägtem Kümmerwuchs. Saure Bodenreaktion. Für Stadtklima ungeeignet, extrem trittempfindlich.

Prof. Dr. Peter Kiermeier,
Weihenstephan


Die ganze Beschreibung lesen Sie in Ausgabe 01/2015 Deutsche Baumschule.