Grüne Branche

Bodendecker im Portrait

Luzula sylvatica
Deutscher Name:
Wald-Hainsimse, Wald-Marbel

Geselligkeitsstufe: 4

Allgemeines: Obwohl die Luzula-Arten wie Gräser aussehen, gehören die Hainsimsen in die Familie der Binsengewächse (Juncaceae). Die Hainsimsen sind in der Gestaltung sehr beliebt, insbesondere die heimischen Arten fehlen in kaum einer der Pflanzungen der Bundes- und Landesgartenschauen. Glücklicherweise werden sie dort meistens vorbildlich kombiniert.

Luzula sylvatica oder Wald-Hainsimse, Wald-Marbel.

Verbreitung: Westeuropa bis westliches Mitteleuropa in maritim beeinflussten Bereichen, mit Vorliebe in artenarmen, lichten Buchen-Eichen- und Tannenmischwäldern. Siedelt sich gerne zwischen Vacciniummyrtillus (Heidelbeere), Oxalisacetosella (Sauerklee), Maianthemumbifolium (Maiblümchen), zahlreichen Farnen und echten Gräsern an.

Eigenschaften und Anforderungen: Die charakteristische Schattenpflanze gedeiht noch im lichten Schatten; sinnvoll an mäßig warmen, besser an kühlen, luftfeuchten Standorten, mäßig frosthart, empfindlich gegenüber winterlichen Ostwinden und sommerlichem Austrocknen; nur in frischen bis feuchten Böden bei saurer, allenfalls noch neutraler Bodenreaktion. Liebt nährstoffarme, sparsam gedüngte, sandig-steinige, humose Lehmböden. Für Stadtklima nur in meeresnahen Gegenden geeignet; mäßig trittverträglich.

Prof. Dr. Peter Kiermeier,
Weihenstephan

Die ganze Beschreibung lesen Sie in Ausgabe 08/2014 Deutsche Baumschule.