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Bodendecker im Portrait

Convallaria majalis
Deutscher Name: Maiglöckchen
Geselligkeitsstufe: 4

Allgemeines: In den vergangenen Jahren hat sich laufend etwas in der Familienzugehörigkeit des Maiglöckchens geändert. Ursprünglich zählte die Art zu den Liliaceae (Liliengewächse), dann stieg sie zum Namensgeber für die neuere Familie der Convallariaceae (Maiglöckchengewächse) auf und nunmehr wird sie den Asparagaceae (Spargelgewächse) zugeordnet.

Convallaria majalis, das Maiglöckchen.

Verbreitung: Europa bis Kaukasus-Gebiete, in Nordamerika verwildert; bevorzugt in Eichen-Buchen-Mischwäldern vom Tiefland bis in den subalpinen Bereich, bis 1800 m NN. Häufig zusammen mit Daphne mezereum (Gewöhnlicher Seidelbast), Galium odoratum (Waldmeister), Anemone nemorosa (Buschwindröschen), Pulmonaria officinalis (Gewöhnliches Lungenkraut) sowie Euphorbia amygdaloides (Mandel-Wolfsmilch).

Eigenschaften und Anforderungen: Charakteristische Halbschattenpflanze, wärmeliebend. Frosthart, kurzzeitig mäßig trocken, besser auf frischen, recht nährstoffreichen Böden. Schwach sauer bis alkalisch; bevorzugt tiefgründige, humose, lockere lehmige- oder sandig-lehmige Substraten. Dichte Böden verhindern den Blütenansatz, führen zu lückenhaftem Kümmerwuchs. Verträgt Stadtklima; äußerst trittempfindlich.

Prof. Dr. Peter Kiermeier,
Weihenstephan


Die vollständige Beschreibung können Sie in Ausgabe 05/2016 Deutsche Baumschule nachlesen.